Grüne Ideen für eine leise Stadt

Mit grünen Ohrenschützern, einem Lärmmessgerät, Infoflyern und grünen Ohrstöpseln die an vorbeikommende PassantInnen verteilt wurden, machte die Grüne Jugend in dieser Woche auf den Tag gegen Lärm, dem 30. April, aufmerksam. An einem der innerstädtischen Verkehrsknotenpunkte dem Juri-Gagarin-Ring, Ecke Krämpfertor fahren täglich tausende PKWs entlang. Für die dort ansäßigen AnwohnerInnen durchaus eine erhebliche Belastung, denn Lärm beeinträchtigt die Gesundheit und die Lebensqualität in besonderem Maß, auch in Erfurt. Laut Weltgesundheitsorganisation erkranken allein in Europa jährlich rund 245.000 Menschen aufgrund von Verkehrslärm an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

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Junggrünes Mobilitätskonzept verabschiedet

In Vorbereitung auf die anstehenden Kommunalwahlen hat die Grüne Jugend Erfurt in den vergangenen Monaten intensiv an der Weiterentwicklung ihres Konzeptes zu einem ticketlosen Nahverkehr in Erfurt gearbeitet. Entstanden ist ein umfassendes Mobilitätskonzept, welches alle Verkehrsteilnehmer*innen in den Blick nimmt.

DSCF0029Die Grüne Jugend möchte mit ihrem Konzept einen Weg hin zu einer nachhaltigen Mobilität für alle, unabhängig von Einkommen oder Wohnort, aufzeigen. Dazu schlagen wir einen solidarischen Mobilitätsbeitrag vor, der von allen Bürger*innen der Stadt Erfurt monatlich gezahlt wird und zum Großteil zur Finanzierung eines ticketlosen Nahverkehrs genutzt wird. Zudem sollen gleichwohl auch Fußgänger*innen und Fahrradfahrer*innen vorrangig von der Einführung eines ticketlosen Nahverkehrs profitieren. Beispielsweise durch die Sanierung von Fußwegen, den weiteren und vor allem zügigen Ausbau von sicheren Radwegen oder eine weitere Ausweitung von verkehrsberuhigten Zonen sollen sich Fußgänger*innen und Fahrradfahrer*innen künftig sicher und mit Lust durch Erfurt bewegen können. Denn klar ist: nur mit einer echten Verkehrswende funktioniert Klimaschutz wirklich.

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Straßenbahn für alle? Ein Ticketloser Nahverkehr für Erfurt?

Auf ihrer Mitgliederversammlung, am vergangenen Sonntag dem 30. Juni 2013 hat die Grüne Jugend Erfurt ein Konzept zu einer möglichen Einführung eines ticketlosen Nahverkehrs in Erfurt verabschiedet.

PP_GJEF_TicketloserÖPNV_Seite_01Unser heutiges Mobilitätsverhalten ist weder ökologisch nachhaltig, noch wird wirklich allen Erfurterinnen und Erfurtern die Teilhabe am sozialen Leben unabhängig vom Einkommen ermöglicht. Hier könnte die Einführung eines bürgerfinanzierten, ticketlosen Nahverkehrs ein Lösungsvorschlag sein. Finanziert werden soll dieser durch einen monatlichen Beitrag, welcher die sozialen Verhältnisse jedes und jeder Einzelnen berücksichtigt. Die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger würde im Modell der Grünen Jugend Erfurt etwa 33 Euro im Monat für die uneingeschränkte Nutzung des ÖPNV im Erfurter Stadtgebiet zahlen.

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OB-Kandidatin Hoyer im Interview mit der Grünen Jugend

Am 22. April findet in Erfurt die Oberbürgermeisterwahl statt. Dies hat die Grüne Jugend Erfurt zum Anlass genommen der Oberbürgermeisterkandidatin des Erfurter Kreisverbandes von Bündnis 90/Die Grünen Kathrin Hoyer einige Fragen zu ihren politischen Zielen zu stellen.

Wir wollten von ihr wissen, wie sie zu tagesaktuellen Themen wie der geplanten Multifunktionsarena steht, sie aber auch persönlich etwas besser kennen lernen. Des weiteren, wollten wir wissen wie sie die Stadt verändern möchte, wenn sie in die Verantwortung als Oberbürgermeisterin von Erfurt kommen sollte.
Kathrin Hoyer im Interview mit der GJ
Einen wichtigen Punkt nimmt dabei die umweltgerechte Mobilität ein, die allen Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht werden soll. Auch die bessere Erschließung der Stadt mit Radwegen war ein Thema.
Ein weiterer Punkt den sie stets betonte ist die Kulturförderung in Erfurt, wobei sie ihren Begriff von Kunst und Kultur weit fast. Kathrin Hoyer plädiert für eine Kulturförderung, die sich nicht nur auf wenige Gebiete beschränkt, sondern die ganze Vielfalt der Stadt zum Ausdruck bringt. Als Beispiele hierfür nennt sie mehr Kunst im öffentlichen Raum oder moderne Kunst. Lediglich an der Frage ob Bernd das Brot noch Kunst ist schieden sich die Geister. 
Kathrin Hoyer wünscht sich auch ein besseres Zusammenspiel von Bürgern und Politik. Der politische Dialog und die Berücksichtigung der Bedürfnisse der Bürger müssen in Zukunft besser werden, damit auch die oft genannte Bürgerbeteiligung stattfindet.
Insgesamt sieht sie Erfurt, u.a. durch die Reduzierung der Schulden in den letzten Jahren, auf einem guten Weg. Auch die Sanierung der Kindertagesstätten lobte sie. Kathrin Hoyer konnte uns im Gespräch noch zahlreiche Ideen nennen, wie sie die Lebensqualität der Stadt weiter verbessern und zukünftige Herausforderungen wie den demographischen Wandel, Arbeitsmarktentwicklungen und einen klimaverträglichen Verkehr meistern möchte.
Die Grüne Jugend Erfurt wünscht viel Interesse beim Lesen und hofft (mindestens) auf eine hohe Wahlbeteiligung am Sonntag, dem 22. April.

Freie Fahrt für mein Rad!

Für einen starken Umweltverbund in Erfurt!

Mit lauten Fahrradklingeln und Transparenten wie “Grün für Radverkehr” und “Unsere Räder wollen rollen” zogen Mitglieder der Grünen Jugend aus ganz Thüringen und weitere UnterstützerInnen aus dem ADFC am Samstagnachmittag vom Domplatz über den Anger bis zum Hauptbahnhof.
Erfurterinnen und Erfurter nutzen immer häufiger die Vorteile des Radverkehrs, im Sommer ebenso wie in der Adventszeit. So konnte die Stadt mittlerweile zum bundesweiten Schnitt von rund zehn Prozent Radfahrten anteilig an allen Wegen aufschließen. Dabei bewegt sich Erfurt im Vergleich mit Städten ähnlicher Größe und Topografie jedoch immer noch im unteren Bereich.
Eva, Sprecherin der Grünen Jugend Erfurt, äußert sich dazu wie folgt:
Viele Erfurterinnen und Erfurter nutzen gerne die kurzen Wege in der Stadt per pedes oder fahren mit der Stadtbahn, die bundesweit keinen Vergleich scheuen muss. Nur das schlecht ausgebaute Radwegenetz und die Verbotsregelungen im Innenstadtbereich verhindern eine Vergrößerung des Anteils klimafreundlicher Fortbewegungsmittel. Wer selbst in Erfurt Rad fährt – oder dies versucht – weiß, dass von der tagsüber gesperrten Fußgängerzone bis zu oftmals nicht vorhandenen Radwegen ein großes Spektrum an Problemen existiert. Die Stadt sollte ihre guten Vorraussetzungen nutzen, Barrieren abbauen und Straßenbaumittel zu Gunsten der Radwege umverteilen! Erfurt hat so die Möglichkeit, eine deutschlandweite Spitzenposition im Umweltverbund einzunehmen.

Räder wollen Rollen,
auch im Bahnhofstunnel

 Exemplarisch für die Ungleichberechtigung steht die Bahnhofsunterführung, in der seit mehreren Monaten RadfahrerInnen, zu Gunsten aller anderen VerkehrsteilnehmerInnen, eine Durchfahrt verboten ist. Das Fahrverbot führt zu dem Paradox, dass Erfurt das einzige Fahrradparkhaus ohne Radweganschluss besitzt, sowie zur Unterbrechung zweier Radfernwege.
Die Grüne Jugend fordert die Aufhebung des Radfahrverbotes in der Bahnhofsunterführung und die Freigabe der Fahrspuren. Dies empfiehlt auch eine vom Institut für Verkehr und Raum der Fachhochschule Erfurt durchgeführte Studie, welche leider von der Stadt – die selbst die Untersuchung in Auftrag gegeben hatte – nicht umgesetzt wurde. Dies würde nicht nur den RadfahrerInnen zu Gute kommen, sondern auch die Sicherheit im Bahnhofsbereich verbessern, da der Radverkehr gezielter durch den Tunnel geleitet würde.
Die Fahrraddemo führte im Trubel des Weihnachtsmarktes zu spontanem Beifall und Zustimmung der meisten PassantInnen.