Proteste gegen NPD-Kundgebung vor dem Landtag

Nachdem in Erfurt die Deutschlandtour der NPD nicht nach Plan verlief und die Provokation der Flüchtlingsdemonstration am vergangenen Dienstag scheiterte, versuchte die Thüringer NPD mit einer Kundgebung vor dem Landtag zu zeigen, was in ihr steckt. Nach langer Mobilisierung gelang es den Nazis mit etwa 30 Personen am 20. September 2012 vor dem Landtag aufzumarschieren.
Parteien, Gewerkschaften und politische Jugendorganisationen, wie auch die Grüne Jugend Erfurt mobilisierten gemeinsam mit der Anitfaschistischen Koordination Erfurt zur Teilnahme an den Protesten.

150 BürgerInnen stellen sich gegen die Kundgebung der Rechtsextremen vor dem Landtag
Die Selbstbespaßung der so genannten nationalen Opposition war nur optisch wahrzunehmen, denn mindestens 150 GegendemonstrantInnen übertönten die rechten Parolen. Besonders einfach war es zu Beginn, da die NPDlerInnen an der genauen Funktionsweise eines Generators scheiterten. Nach einer Stunde unverständlicher „Redebeiträge“ hatten die Nazis genug und räumten den Platz vor dem Landtag.

NPD Kundgebung vor dem Thüringer Landtag

Die GJ meint: „Schöner Leben ohne Nazis“
„Nazis raus!“, „Eure Eltern hatten euch nicht lieb!“ und ähnliche Rufe erschallten in der Nähe des Landtagsgebäudes, um die NPD-Kundgebung neben dem Plenarsaal zu übertönen. Anlass für die Nazis war der Jahrestag der „Nürnberger Rassegensetze“, sowie ihre „Mitgliederkampagne“. Vor der NPD-Kundgebung fand eine szenische Lesung statt, bei der die Folgen der Rassengesetze aufgezeigt werden sollten. Dabei sprach auch ein Überlebender des KZ Buchenwald, der aufgrund der „Rassengesetze“ von den NS-Schergen inhaftiert wurde. 
Die Fraktionen kehren vor dem Landtag.

Zum Protest gegen die Kundgebung der Nazis riefen Parteien und Gewerkschaften auf. Etwa 200 Leute folgten dem Aufruf, darunter die Grüne Jugend Erfurt, die Grünen Erfurt und neben den grünen Landtagsabgeordneten und deren Mitarbeitern, waren auch (Jung-)Grüne aus anderen Landesteilen zur Unterstützung angereist. Hingegen konnte die NPD zum „Höhepunkt der Mitgliederkampagne“ lediglich 18 Personen mobilisieren.
Die NPD müssen wir am Thüringer Landtag hoffentlich nicht sobald wieder sehen. Alle Fraktionen kehrten anschließend symbolisch den braunen Drecke gemeinsam von der Straße.

Kein Sportplatz für Nazis

Wenn die Nazis irgendwo eine Veranstaltung planen, ist es für Demokraten selbstverständlich sich dagegen zu stellen. So auch am 3. September in Leinefelde, wo die NPD ihren „Eichsfelder Heimattag“, eine Mischung aus Familienfest, Rechtsrockkonzert und ideologischer Schulung durchführen wollte. 
Unterschiedliche Gruppen von Parteien, deren Jugendorganisationen, Gewerkschaften, Antifas, Vereine und Kirchen mobilisierten zu den Gegenveranstaltungen. Die GJ Eichsfeld erhielt Unterstützung aus Jena und Erfurt. Insgesamt folgten 350 Personen dem Aufruf, eine für das Eichsfeld beachtliche Zahl. Dem gegenüber standen 100 bis 200 Nazis.
Der Heimattag war nicht nur durch die geringen Besucherzahlen und fehlenden Familien ein Reinfall, sondern besonders da der Auftritt der Hauptband „Lunikoffverschwörung“ durch die Polizei verboten wurde. Ein großer Erfolg für das Bündnis. 
Der Demonstrationszug zog vom Bahnhof durch die Südstadt am Sportplatz, auf dem das NPD-Spektakel stattfand, vorbei zum Lunapark. In Hörweite der Nazis wurde eine Zwischenkundgebung abgehalten, bei der die Polizei Nazipöbeleien und schlimmeres verhinderte. Der friedlichen Gegendemo folgte ein Kulturprogramm mit Infoständen, Bands und Redebeiträgen aus Lokal- , Landespolitik und Kirche.
Hoffen wir, dass dies der letzte Heimattag war.

Erneut lauter Protest gegen Rechtsextremisten in Gera

Gemeinsam „Nazis aus dem Takt bringen“

Erneut veranstaltete die NPD ihr Rechtsrock-Festival „Rock für Deutschland“ am vergangenen Samstag in Gera und erneut reiste die Grüne Jugend zur Unterstützung der rund 1.000 Gegendemonstranten an.
Das seit längeren in Ostthüringen beheimate Fest ist seit Jahren Anlaufstelle für die rechtsextreme Musikszene und Plattform für Redner mit antidemokratischen Zielen und menschenverachtenden Forderungen.
Das wollten sich die Geraer und zahlreiche angereiste Demonstranten in den Straßen der Stadt nicht bieten lassen. Friedlich aber lautstark zeigten wir Flagge gegen Rechts und blockierten zahlreiche Zugangspunkte zur Festivalwiese, einem Spielplatz in der Innenstadt, um den Rechtsextremen den Zugang so schwer wie möglich zu machen. 

Rund 1.000 Gegendemonstranten unterwegs gegen Rechts

Die Stimmung unter den Gegendemonstranten war gut und die Bilanz bereits deutlich besser als im Vorjahr, als noch rund doppelt soviele Neonazis an dem Rechtsrock-Fest teilnahmen.
Sollte sich die NPD auch im nächsten Jahr wieder in Gera organisieren, wird auch die Grüne Jugend abermals gemeinsam mit zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern, Parteien, Gewerkschaften und Kirchen Platz auf Geras Straßen nehmen, um ein Zeichen für Vielfalt und Gewaltfreiheit zu setzen!

Protestaktion gegen Nazi-Rockfest in Gera

Es war ein heißer Tag in Geras Innenstadt, als am Samstag über 700 Rechtsextreme das Nazi-Festival „Rock für Deutschland“ besuchen wollten. Der Thüringer Landesverfassungsschutz beurteilt diese Aktion als Versuch der NPD, ihre Akzeptanz in der Region zu erhöhen und die rechtsextreme Szene enger an die Partei zu binden.
Um klar zu machen, dass wir keinen Rechtsextremismus in unserer Gesellschaft dulden, unterstützte die Grüne Jugend die Geraerinnen und Geraer in ihrem lauten und standhaften Protest. Bewaffnet mit Wasserpistole und Sonnenschirm störten wir in Sitzblockaden rund um das Veranstaltungsgelände das Konzert, das letztlich dieses Jahr leider nicht verhindert werden konnte. Es gelang jedoch, die nicht willkommenen Gäste einige Stunden auf ihrem Weg zur Spielwiese aufzuhalten. Am Nachmittag zog die Grüne Jugend, inmitten von rund 2.000 Menschen, in einer spontanen Demonstration durch die Stadt, um friedlich aber lautstark ihren Protest deutlich zu machen.

Wir hoffen auf einen weiter wachsenden Widerstand, um den ewiggestrigen Nazi-Rock 2011 endgültig von der Spielwiese zu verbannen, denn Thüringen ist bunt, nicht braun!