Kein Mensch ist illegal! Illegal wird man gemacht!

In Deutschland leben Schätzungen zufolge mindestens 500.000 llegale – also Menschen die über keine gültigen Papiere und kein Aufenthaltsrecht verfügen. Sie sind „unsichtbar“. Offiziell existieren sie nicht. Oftmals kommen diese Menschen aus Krisen- und Kriegsregionen zu uns – auf der Flucht vor Gewalt und Armut. Auf der Suche nach einem besseren Leben. Sie arbeiten in Deutschland meist in Privathaushalten oder im Baugewerbe. Sie leben hier ohne medizinische Versorgung, ohne ein Recht auf Bildung und unter enormen psychischen Druck, immer mit der Angst entdeckt und abgeschoben zu werden. Solch ein Leben ist unmenschlich, dass wollte die Grüne Jugend Erfurt am 10. Dezember – dem Internationalen Tag der Menschenrechte – ins Bewusstsein der Erfurterinnen und Erfurter rücken.

Mit Schatten von Menschen vor dem Erfurter Hauptbahnhof

Mit lebensgroßen „Schattenbildern“ auf denen die Umrisse von drei „Papierlosen“ in typischen Berufen zu sehen waren, postierte sich die Grüne Jugend vor dem Erfurter Hauptbahnhof. Anhand eines Flyers wurden die Passantinnen und Passanten auf die Situation dieser Menschen aufmerksam gemacht und mit den Forderungen der Grünen Jugend konfrontiert:

  • Medizinische Grundversorgung für Papierlose
  • Schulbesuch und das Recht auf Bildung für Kinder ohne Papiere
  • Rechtsbeistand und Rechtsschutz auch für Illegale

Was wissen wir eigentlich über Afghanistan?

Die Situation in Afghanistans taucht ständig als Diskussionsthema in Medien und Politik auf. Aber inwieweit können wir uns eigentlich eine Meinung bilden über ein Land, in dem die meisten von uns noch nie waren? Bilden Medienberichte, die meist auf Krieg und Terror reduziert sind, wirklich die Realität ab?
Gegenstände aus dem Alltag Afghanistans
Antworten aus erster Hand konnte am 3. November 2010 Markus Schäfer geben, der – auf Einladung der Grünen Jugend Erfurt und der Hochschulgruppe Campusgrün – allen Interessierten einen landeskundlichen Vortrag anbot. Als Entwicklungshelfer, der über zwei Jahre lang in Afghanistan gearbeitet hat, bot er spannende Einblicke in die zivile Aufbauarbeit und deren Institutionen sowie Insiderinfos und Bilder aus dem afghanischen Alltag. Trotz der Ernsthaftigkeit des Themas kam auch der Spaß nicht zu kurz: Für viel Unterhaltung sorgte das fröhliche Ratespiel mit für uns skurril aussehenden afghanischen Alltagsgegenständen. Die Verkostung landestypischer Süßigkeiten sorgte dafür, dass auch bei langen und hochspannenden Diskussions- und Fragerunden alle Teilnehmenden bei Kräften blieben.
Referent Marcus Schäfer über die Entwicklung des Landes
Dass Afghanistan weit mehr ist als nur der in den Medien abgebildete Krieg, wird wohl allen ZuhörerInnen im Gedächtnis bleiben. Fazit, trotz der erschütternden Komplexität der Probleme in dem Land: Afghanistan ist kein hoffnungsloser Fall, wenn auf die Jugend und deren Bildung gesetzt wird.   

originale Kleidung für Frau und Mann

Der Themenabend war die erste gemeinsame Veranstaltung der grünen Hochschulgruppe Campusgrün und der Grünen Jugend Erfurt. Wir freuen uns auf viele weitere erfolgreiche Aktionen!

Harte Strafe für gleiche Liebe

Aufmerksamkeit auf alle Teile der Welt
„Jemen – Mindeststrafe: Tod“
Sie zogen Blicke auf sich, doch der Sinn erschloss sich den Passanten nicht immer gleich. Im Gespräch mit der Grünen Jugend oder mit dem Flyer wurde aber schnell klar: Es geht um die Rechte Homosexueller, um die derer in den entfernten Teilen der Welt. Am folgenden Wochenende wird auf dem Thüringer Christopher-Street-Day wieder wieder für Vielfalt in unserem Land und die rechtliche Gleichstellung von Schwulen und Lesben in Deutschland demonstriert werden. Zuvor aber möchte die GJ mit dieser Aktion auf dem Erfurter Fischmarkt auf die Situation in vielen anderen Ländern, mit teils totalitären Regierungen aufmerksam machen. Etwa im Iran oder auf Jamaika, wo die Liebe zwischen gleichgeschlechtlichen bis heute mit unmenschlichen Strafen belegt und eine Liberalisierung meist nicht in Sicht ist.