Junggrünes Mobilitätskonzept verabschiedet

In Vorbereitung auf die anstehenden Kommunalwahlen hat die Grüne Jugend Erfurt in den vergangenen Monaten intensiv an der Weiterentwicklung ihres Konzeptes zu einem ticketlosen Nahverkehr in Erfurt gearbeitet. Entstanden ist ein umfassendes Mobilitätskonzept, welches alle Verkehrsteilnehmer*innen in den Blick nimmt.

DSCF0029Die Grüne Jugend möchte mit ihrem Konzept einen Weg hin zu einer nachhaltigen Mobilität für alle, unabhängig von Einkommen oder Wohnort, aufzeigen. Dazu schlagen wir einen solidarischen Mobilitätsbeitrag vor, der von allen Bürger*innen der Stadt Erfurt monatlich gezahlt wird und zum Großteil zur Finanzierung eines ticketlosen Nahverkehrs genutzt wird. Zudem sollen gleichwohl auch Fußgänger*innen und Fahrradfahrer*innen vorrangig von der Einführung eines ticketlosen Nahverkehrs profitieren. Beispielsweise durch die Sanierung von Fußwegen, den weiteren und vor allem zügigen Ausbau von sicheren Radwegen oder eine weitere Ausweitung von verkehrsberuhigten Zonen sollen sich Fußgänger*innen und Fahrradfahrer*innen künftig sicher und mit Lust durch Erfurt bewegen können. Denn klar ist: nur mit einer echten Verkehrswende funktioniert Klimaschutz wirklich.

Weiterlesen

OB-Kandidatin Hoyer im Interview mit der Grünen Jugend

Am 22. April findet in Erfurt die Oberbürgermeisterwahl statt. Dies hat die Grüne Jugend Erfurt zum Anlass genommen der Oberbürgermeisterkandidatin des Erfurter Kreisverbandes von Bündnis 90/Die Grünen Kathrin Hoyer einige Fragen zu ihren politischen Zielen zu stellen.

Wir wollten von ihr wissen, wie sie zu tagesaktuellen Themen wie der geplanten Multifunktionsarena steht, sie aber auch persönlich etwas besser kennen lernen. Des weiteren, wollten wir wissen wie sie die Stadt verändern möchte, wenn sie in die Verantwortung als Oberbürgermeisterin von Erfurt kommen sollte.
Kathrin Hoyer im Interview mit der GJ
Einen wichtigen Punkt nimmt dabei die umweltgerechte Mobilität ein, die allen Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht werden soll. Auch die bessere Erschließung der Stadt mit Radwegen war ein Thema.
Ein weiterer Punkt den sie stets betonte ist die Kulturförderung in Erfurt, wobei sie ihren Begriff von Kunst und Kultur weit fast. Kathrin Hoyer plädiert für eine Kulturförderung, die sich nicht nur auf wenige Gebiete beschränkt, sondern die ganze Vielfalt der Stadt zum Ausdruck bringt. Als Beispiele hierfür nennt sie mehr Kunst im öffentlichen Raum oder moderne Kunst. Lediglich an der Frage ob Bernd das Brot noch Kunst ist schieden sich die Geister. 
Kathrin Hoyer wünscht sich auch ein besseres Zusammenspiel von Bürgern und Politik. Der politische Dialog und die Berücksichtigung der Bedürfnisse der Bürger müssen in Zukunft besser werden, damit auch die oft genannte Bürgerbeteiligung stattfindet.
Insgesamt sieht sie Erfurt, u.a. durch die Reduzierung der Schulden in den letzten Jahren, auf einem guten Weg. Auch die Sanierung der Kindertagesstätten lobte sie. Kathrin Hoyer konnte uns im Gespräch noch zahlreiche Ideen nennen, wie sie die Lebensqualität der Stadt weiter verbessern und zukünftige Herausforderungen wie den demographischen Wandel, Arbeitsmarktentwicklungen und einen klimaverträglichen Verkehr meistern möchte.
Die Grüne Jugend Erfurt wünscht viel Interesse beim Lesen und hofft (mindestens) auf eine hohe Wahlbeteiligung am Sonntag, dem 22. April.

Heute schon für Morgen sparen?

Start des Demo-Zuges auf dem Willy-Brandt-Platz

Wenn im Dezember der Haushaltsplan des Freistaates beschlossen wird, soll die Summe, die den Thüringer Hochschulen 2011 zur Verfügung gestellt wird, rund 30 Mio. Euro geringer ausfallen als im Vorjahr. Die Sparmaßnahmen, die bereits seit längeren in Schulen und Kitas begonnen haben, sind nun an den Hochschulen angekommen. Die Denkfabrik schnallt den Gürtel enger und meint, nur so noch fit für Morgen bleiben zu können. Das Land kam zuletzt vergleichsweise gut durch die Wirtschaftskrise und kann sich über mehr Arbeitsplätze und ein steigendes Steueraufkommen freuen. Zurückzuführen ist dies vorallem auf die wachsende Hightechindustrie Thüringens. Die kann bereits heute nicht mehr in allen Regionen den Bedarf an Fachkräften decken. Die Zahl der Studierenden steigt seit Jahren an und hängt doch weiterhin dem Bedarf hinterher. Daher muss der “Bildungsstandort Thüringen” noch stärker gefördert werden als bisher, um auch in Zukunft Kapital mit Köpfchen zu machen. Daher sind wir der Überzeugung: Wer heute spart, zahlt morgen drauf!

3.500 Menschen zur Kundgebung vor dem Landtag
Unter diesem Motto zogen 3.500 Thüringer Studierende und Hochschulmitarbeiter, darunter natürlich auch die Grüne Jugend Erfurt, zum Landtag, um Kultusminister Matschie zum Umlenken zu bewegen. Matschie stellte sich der Menge, die mit lautstarken Trillerpfeifen gut ausgestattet war und versuchte sich zu rechtfertigen. Dass die, für den Ausbau der Bildungslandschaft gedachten Fördermittel des Bundes, nun missbraucht werden, um die Sparmaßnahmen des Landes in Teilen zu kompensieren, wollte uns aber nicht so recht beruhigen.
Wir setzen auf die Einsicht und einen Kurswechsel der Regierung, damit die Einsparungen an den Hochschulen heute nicht Morgen die Lasten aller sind.