Sommerkino zeigt: Unsere Ernährung hat Folgen für die ganze Welt, aber es geht auch anders!

Flyer SommerkinoUnsere Ernährung ist eine Katastrophe für Mensch und Natur! So waren die Eindrücke nach den ersten Minuten beim gemeinsamen Sommerkino der Hochschulgruppe AG Nachhaltigkeit und der Grünen Jugend Erfurt. Beim schlechten Gewissen sollte es aber nicht bleiben. Mit dem Schwerpunktthema Ernährung wollten wir nicht nur die Folgen einer immer mehr auf tierische Produkte konzentrierten Ernährung zeigen, sondern auch nach Lösungen suchen, die jeder sofort selbst in seinem Alltag angehen kann.

Weiterlesen

Grüne Jugend Erfurt beim Tag der Nachhaltigkeit

Am Montag, den 04. Juni 2012, rief die Stadt Erfurt zum Aktionstag für Nachhaltigkeit auf dem Erfurter Anger auf. Mehr als 250 Orte beteiligten sich in ganz Deutschland am ersten Aktionstag für Nachhaltigkeit, der u.a. vom Deutschen Nachhaltigkeitsrat initiiert wurde. Anlass war das Treffen der Weltpolitik in Rio de Janeiro, um Bilanz zu ziehen, ob das im Jahr 1992 beschlossene Vorhaben die wirtschaftliche Entwicklung und den Umweltschutz zusammenzubringen, geglückt ist.

In Erfurt bot sich zwischen 12:00 und 17:00 Uhr die Möglichkeit für Umweltverbände und engagierte Vereine und Initiativen sich auf dem Anger mit einem Informationsstand zu präsentieren und den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt das Thema Nachhaltigkeit näher zu bringen und Anregungen zu geben, wie man nachhaltiger leben kann. Auch die Grüne Jugend Erfurt beteiligte sich daran mit einem eigenen Stand. Zudem wurde von der Grünen Jugend Erfurt ein Quiz zur Verfügung gestellt, in welchem die Passantinnen und Passanten erraten mussten, welche Lebensmittel wie viel CO2-Ausstoß produzieren und ob ein Steak aus Rindfleisch oder frisches Gemüse auf dem heimischen Mittagstisch eigentlich besser für die eigene Nachhaltigkeitsbilanz sind. Die Erkenntnis, dass tierische Produkte einen vielfach höheren CO2-Ausstoß haben (oder die Tiefkühl-Pommes), stieß des Öfteren auf Erstaunen und bewegte so manch einen zum kritischen Nachdenken über das eigene Essverhalten. Auch waren viele Menschen an den Flyern und Broschüren der Grünen Jugend interessiert. Besonders beliebt bei den Passantinnen und Passanten aber waren die Samenbomben, welche eigens für diesen Tag gebastelt wurden und aus grauen Erfurter Brachflächen hoffentlich bald viele kleine grüne Oasen machen wird.

Erfolgreich nachhaltig abgefeiert

Kurzfilme im Hof der Predigerkirche
Die Grüne Jugend Erfurt hat in Kooperation mit dem Predigerkeller eine Party zum Thema Nachhaltigkeit veranstaltet. Unter dem Motto „Nachhaltig abfeiern“ sollte gezeigt werden, dass gute Unterhaltung mit ökologischen und sozialen Standards vereinbar ist und kein Widerspruch darstellen muss. Die abendliche Gestaltung kann unbeschwert genossen werden, ohne dass man die gesellschaftlichen und ökologischen Fragen außer Acht lassen muss. Dabei stand nicht (unbedingt) die politische Thematik im Vordergrund, sondern wir wollten zeigen, dass sich auch Freizeit und nachhaltiger Konsum problemlos vereinbaren lassen.
Die Party startete gegen 19 Uhr mit acht Kurzfilmbeträgen. Hierbei wurde ein Aufruf gestartet, Filme zum Thema Nachhaltigkeit einzusenden, die man selbstproduziert hat. Mit den eingesendeten selbst produzierten Beiträgen und Dokumentationen des Landesfilmdienstes konnte eine große Vielfalt an Filmen zu diesem Thema gezeigt.
Nach einer kurzen Pause konnte das Improvisationstheater „Temeritas“ sein Können unter Beweis stellen und hat für kurzweilige Unterhaltung und Freude beim Publikum gesorgt. Dabei konnte ein Bio-Bier oder -Limonade genossen werden und zu knabbern, gab es frisches Gemüse. 
Improtheater Termeritas im Predigerkeller
Im Anschluss konnte man zur Musik tanzen und den Abend gut ausklingen lassen. Die Party sollte so ökologisch, wie möglich gestaltet werden. Wir sorgen mittels Atmosfair für den restlichen CO2-Ausgleich.
Rund 60 Leute genossen mit uns den Abend und wir hegen die Hoffnung bei der nächsten Party noch mehr zu erreichen.
Wir möchten uns recht herzlich beim Predigerkeller bedanken, ohne die die Party nicht in diesem tollen Rahmen hätte ablaufen können! Ebenfalls möchten wir unseren Dank die anderen Unterstützer und Unterstützerinnen aussprechen, die mit dazu beigetragen haben, dass die Party so erfolgreich stattfinden konnte. Und natürlich an die euch, die Gäste! Mit euer Teilnahme habt ihr gezeigt das nachhaltiger Konsum nicht am Gemüseregal enden muss.

Vielen Dank!

ACTA aus – Demokratie an

Am 25. Februar fanden das zweite mal in den vergangenen Wochen international Demonstrationen gegen ACTA (Anti-Counterfeit Trading Agreement) statt, dessen undemokratischer Verhandlungsprozess und die Möglichkeiten zur Beschneidung von Freiheiten kritisiert werden.

Demo gegen ACTA vor dem Hauptbahnhof

Gegen 15 Uhr versammelten sich etwa 800 Demonstranten am Willy-Brandt-Platz, darunter auch Mitglieder der Grünen Jugend und des Grünen Kreisverbandes Erfurt. Nach Ende der Auftaktkundgebung zog der Demonstrationszug lautstark die Tromsdorff-Straße und den Juri-Gagarin-Ring entlang, um nach der Überquerung des Angers an der Staatskanzlei eine Zwischenkundgebung abzuhalten. In den Redebeiträgen wurde ausgeführt, dass nicht nur ACTA kritisch zu betrachten ist, sondern dass beispielsweise die Vergabe von Patenten auf Lebewesen wie Pflanzen und Tiere, auch ohne die Ratifizierung von ACTA, heute schon Realität ist. Von der Staatskanzlei verlief die Demoroute über die Regierungsstraße, den Juri-Gagarin-Ring und die Bahnhofstraße zurück zum Willy-Brandt-Platz.
An dieser Stelle geht unser Dank an die Polizeieinsatzkräfte, die am Hauptbahnhof einen Angriff auf die Demoteilnehmer durch Mitglieder einer neonazistischen Hooligangruppierung verhinderten.

Viele Kerzen für die Demokratie

120 Demonstranten auf dem Erfurter Anger

Ungefähr 120 BürgerInnen, darunter auch die Grüne Jugend Erfurt, folgten heute dem Aufruf von Occupy Thüringen und brachten Kerzen, Lichter und Pfeifen mit, um auf sich mit einem hellen und lauten Demonstrationszug durch die Stadt aufmerksam zu machen. Occupy hatte heute weltweit dazu aufgerufen sich zu versammeln und ein Zeichen für mehr Demokratie zu setzen.
Der Demonstrationszug zog vom Anger mit einem kurzem Stopp an der Staatskanzlei bis vor das Rathaus. In den Redebeiträgen, an denen sich durch das offene Mikrofon alle BürgerInnen beteiligen konnten, wurde das Thema Demokratie in seiner ganzen Vielseitigkeit diskutiert. Insbesondere tagesaktuelle Probleme, wie die mangelnde Bürgerbeteiligung bei wesentlichen Fragen der europäischen Finanzkrise wurden thematisiert. Zudem wurde die Umgestaltung von Finanzwirtschaft und Sozialstaat gefordert sowie zu Solidarität mit unseren EU-MitbürgerInnen aufgerufen.

Die GJ und OB-Kandidatin Hoyer vor der Staatskanzlei

Aber auch dauerhafte globale Phänomene, wie die Spekulation auf Grundnahrungsmittel, die Armut und Hunger aktiv fördert, wurden nicht ausgeblendet, denn in einer lebendigen Demokratie sollte gerade den Ärmeren und Schwächeren eine Alternative gegeben werden, anstatt scheinbar alternativlos den Finanzmärkten nachzulaufen.