PM: Genug Steuermittel im Flughafen Erfurt-Weimar versenkt! Grüne Jugend Erfurt sieht keine Zukunft für Erfurter Flughafen!

Die Grüne Jugend Erfurt sieht sich durch die Entscheidung der EU-Kommission, Subventionen für kleine Flughäfen wie den Erfurter zu beschränken, in ihrer Forderung nach einem Abschied vom Internationalen Flughafen Erfurt-Weimar bestätigt.

Der Subventionswettbewerb zwischen Regionen mit kleinen Flughäfen, verschlingt Jahr für Jahr Millionen an Steuergeldern und hilft niemanden!“ sagt Sven Hillebrand, Sprecher der Grünen Jugend Erfurt.

Leeres Rollfeld am Flughafen Erfurt-Weimar [Foto: Philipp]

Leeres Rollfeld am Flughafen Erfurt-Weimar [Foto: Philipp]

Die Subventionen für den Flugverkehr sind weder ökologisch noch volkswirtschaftlich sinnvoll. Im letzten Jahr nutzten nur rund 215.000 Fluggäste den Flughafen Erfurt-Weimar – in derselben Zeit wurden am Frankfurter Flughafen nahezu 60 Millionen Passagiere gezählt. Für einen rentablen Betrieb am Standort Erfurt wäre ein Vielfaches an Flugbewegungen nötig, die jedoch weiterhin nicht in Sicht sind. Bei einem Landeszuschuss von rund 3,8 Millionen Euro jährlich wird jeder Fluggast mit über 17 Euro gefördert. Geld, das anderswo besser angelegt wäre. So würden beispielsweise sehr viel mehr Thüringerinnen und Thüringer profitieren, würde das Geld in den öffentlichen Personennahverkehr investiert werden. Zudem ist Mittelthüringen auch ohne eigenen Flughafen gut angebunden! Mit der Fertigstellung der ICE-Trasse Halle/Leipzig-Erfurt im kommenden Jahr wird der mitteldeutsche Flughafen Halle/Leipzig in weniger als einer Stunde erreichbar sein und auch der Frankfurter Flughafen ist mit dem Zug bequem in 2,5 Stunden zu erreichen.

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Grüne Jugend Erfurt beim Tag der Nachhaltigkeit

Am Montag, den 04. Juni 2012, rief die Stadt Erfurt zum Aktionstag für Nachhaltigkeit auf dem Erfurter Anger auf. Mehr als 250 Orte beteiligten sich in ganz Deutschland am ersten Aktionstag für Nachhaltigkeit, der u.a. vom Deutschen Nachhaltigkeitsrat initiiert wurde. Anlass war das Treffen der Weltpolitik in Rio de Janeiro, um Bilanz zu ziehen, ob das im Jahr 1992 beschlossene Vorhaben die wirtschaftliche Entwicklung und den Umweltschutz zusammenzubringen, geglückt ist.

In Erfurt bot sich zwischen 12:00 und 17:00 Uhr die Möglichkeit für Umweltverbände und engagierte Vereine und Initiativen sich auf dem Anger mit einem Informationsstand zu präsentieren und den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt das Thema Nachhaltigkeit näher zu bringen und Anregungen zu geben, wie man nachhaltiger leben kann. Auch die Grüne Jugend Erfurt beteiligte sich daran mit einem eigenen Stand. Zudem wurde von der Grünen Jugend Erfurt ein Quiz zur Verfügung gestellt, in welchem die Passantinnen und Passanten erraten mussten, welche Lebensmittel wie viel CO2-Ausstoß produzieren und ob ein Steak aus Rindfleisch oder frisches Gemüse auf dem heimischen Mittagstisch eigentlich besser für die eigene Nachhaltigkeitsbilanz sind. Die Erkenntnis, dass tierische Produkte einen vielfach höheren CO2-Ausstoß haben (oder die Tiefkühl-Pommes), stieß des Öfteren auf Erstaunen und bewegte so manch einen zum kritischen Nachdenken über das eigene Essverhalten. Auch waren viele Menschen an den Flyern und Broschüren der Grünen Jugend interessiert. Besonders beliebt bei den Passantinnen und Passanten aber waren die Samenbomben, welche eigens für diesen Tag gebastelt wurden und aus grauen Erfurter Brachflächen hoffentlich bald viele kleine grüne Oasen machen wird.

Erfolgreich nachhaltig abgefeiert

Kurzfilme im Hof der Predigerkirche
Die Grüne Jugend Erfurt hat in Kooperation mit dem Predigerkeller eine Party zum Thema Nachhaltigkeit veranstaltet. Unter dem Motto „Nachhaltig abfeiern“ sollte gezeigt werden, dass gute Unterhaltung mit ökologischen und sozialen Standards vereinbar ist und kein Widerspruch darstellen muss. Die abendliche Gestaltung kann unbeschwert genossen werden, ohne dass man die gesellschaftlichen und ökologischen Fragen außer Acht lassen muss. Dabei stand nicht (unbedingt) die politische Thematik im Vordergrund, sondern wir wollten zeigen, dass sich auch Freizeit und nachhaltiger Konsum problemlos vereinbaren lassen.
Die Party startete gegen 19 Uhr mit acht Kurzfilmbeträgen. Hierbei wurde ein Aufruf gestartet, Filme zum Thema Nachhaltigkeit einzusenden, die man selbstproduziert hat. Mit den eingesendeten selbst produzierten Beiträgen und Dokumentationen des Landesfilmdienstes konnte eine große Vielfalt an Filmen zu diesem Thema gezeigt.
Nach einer kurzen Pause konnte das Improvisationstheater „Temeritas“ sein Können unter Beweis stellen und hat für kurzweilige Unterhaltung und Freude beim Publikum gesorgt. Dabei konnte ein Bio-Bier oder -Limonade genossen werden und zu knabbern, gab es frisches Gemüse. 
Improtheater Termeritas im Predigerkeller
Im Anschluss konnte man zur Musik tanzen und den Abend gut ausklingen lassen. Die Party sollte so ökologisch, wie möglich gestaltet werden. Wir sorgen mittels Atmosfair für den restlichen CO2-Ausgleich.
Rund 60 Leute genossen mit uns den Abend und wir hegen die Hoffnung bei der nächsten Party noch mehr zu erreichen.
Wir möchten uns recht herzlich beim Predigerkeller bedanken, ohne die die Party nicht in diesem tollen Rahmen hätte ablaufen können! Ebenfalls möchten wir unseren Dank die anderen Unterstützer und Unterstützerinnen aussprechen, die mit dazu beigetragen haben, dass die Party so erfolgreich stattfinden konnte. Und natürlich an die euch, die Gäste! Mit euer Teilnahme habt ihr gezeigt das nachhaltiger Konsum nicht am Gemüseregal enden muss.

Vielen Dank!

Abgehoben? – Nicht in Erfurt!

Flächenversiegelung, Lärm, Klimabelastung und mehr als 230 Millionen Euro versenkte Steuermittel sind das Fazit des Erfurter Flughafens. Die Grüne Jugend Erfurt spricht sich daher in ihrem kürzlich verabschiedeten Positionspapier gegen einen Erhalt des Flughafens in seiner jetzigen Form aus. Philipp Kosok, Sprecher der Grünen Jugend Erfurt, erklärt dazu: „Dieser Flughafen ist unwirtschaftlich, unökologisch und ein Millionengrab und wenn am 23. Dezember die letzte Linienflugverbindung eingestellt wird ist dies sein Sargnagel. Ungeachtet von Bedarf und Erfolgsaussichten wurde in Bindersleben ein Statussymbol errichtet von dem die Erfurterinnen und Erfurter in keinster Weise profitieren. Im Gegenteil, Stadt und Land müssen noch bis 2020 jährlich etwa 10 Millionen Euro für diese Fehlinvestition zahlen.
Bericht in der TLZ vom 23.12.2011

Die Passagierzahlen sind weit hinter den Erwartungen geblieben und werden mit Fertigstellung der ICE-Trasse nach Leipzig-München noch weiter sinken. Philipp Kosok dazu: „Schon jetzt ist man mit der Bahn in weniger als drei Stunden am Flughafen Frankfurt/Main und in vier Jahren in weniger als einer Stunde am Flughafen Halle/Leipzig. Der Erfurter Flughafen ist dabei mit seinem geringen und überaus eingeschränktem Angebot an Charterflügen in keinster Weise konkurrenzfähig. Das 2009 von der Landesregierung vorgelegte Betriebskonzept geht von völlig unrealistischen Passagierzahlen aus. Die Landesregierung muss hier endlich die Karten offen legen und die Notbremse ziehen.

Leeres Rollfeld auf dem Flughafen Erfurt-Weimar
Philipp Kosok fügt abschließend hinzu: „Die Grüne Jugend Erfurt fordert die Landesregierung in Kooperation mit der Stadt Erfurt auf schnellstmöglich aktiv zu werden und ein realistisches Ausstiegsszenario vorzulegen, das bis spätestens 2017 umgesetzt wird. Dieser Flughafen hat keine Zukunft, dass muss sich auch Verkehrsminister Carius endlich eingestehen. Eine weitere Subventionierung hätte nur eine Verschleppung der Probleme zur Folge und damit eine umso härtere Bruchlandung in den kommenden Jahren.
Unser vollständiges Positionspapier findest du hier.

​Erfolgreiche Vortragsreihe zu Ende gegangen

Thomas Friemel erklärt das Prinzip „Social Business“

„Änder dich! – Was ändert sich?“ – Dieser Frage gingen insgesamt über 110 Interessierte an drei Abenden nach. Alles drehte sich in der gemeinsam mit Campusgrün organisierten Vortragsreihe darum, wie jedeR Einzelne dazu beitragen kann, unser Leben nachhaltiger zu gestalten. Spannende Diskussionen zu Themen wie Greenwashing oder wirtschaftlich orientierter Entwicklungszusammenarbeit entstanden mit Thomas Friemel, dem Gründer des Magazins „enorm“, der uns über Social Business informierte und zukunftsweisende Projekte vorstellte.

Rosa Wolf diskutiert mit den Gästen was Essen kosten darf

Von der Münchner Autorin Rosa Wolff erfuhren wir, wie es ihr erging, als sie sich einen Monat lang ausschließlich von Biolebensmitteln ernährte – mit 4,35 € pro Tag. (Für alle, die sich die entscheidende Frage stellen: Ja, sie hat es geschafft, allerdings nur unter erheblichen Anstrengungen.) Als Fazit nahmen wir aus dieser Veranstaltung mit, dass auch mit einem kleinen Geldbeutel einiges möglich ist, wenn man sich Prioritäten setzt.
Den Abschluss der Reihe bildete Katrin Göring-Eckardt mit dem Thema „Das GUTE Leben“. Mit der Bundestagsvizepräsidentin diskutierten wir darüber, wie im Zusammenspiel aus Politik und einem Sinneswandel in der Gesellschaft unser Leben nachhaltiger gestaltet werden kann. Hierbei wurde besonders deutlich, dass jedeR bei sich selbst anfangen sollte, dass damit allerdings noch nicht alles getan ist: Für den wirklichen Wandel braucht es politische Lösungen.