Atomkraft Schluss

Kurz vor dem Ende des Atommoratoriums fanden, am 28.5. in 21 deutschen Städten Anti-Atom-Demonstrationen statt. Erfurt war eine dieser Städte.

Um 14 Uhr begann die größte Anti-Atom-Demo, die jemals in Thüringen stattgefunden hat, auf dem Willy-Brand-Platz. Verschiedene Parteien, Verbände, Gewerkschaften und eine Vielzahl engagierter Einzelpersonen nahmen an der Veranstaltung teil, darunter die Grüne Jugend Erfurt.
In Anlehnung an vorhergegangene Demonstrationen verteilten wir wieder essbare Mini-AKWs zum Selbstabschalten.

Nach der Auftaktkundgebung, welche eine symbolischen Sitzblockade beinhaltete, zog der 2000-köpfige Demonstrationszug über den Juri-Gagarin-Ring, Anger und Fischmarkt zum Domplatz. Durch die vielen Einkäufer in der Innenstadt erhielten wir die maximale Aufmerksamkeit durch Passanten. Mit Rede- und Musikbeiträgen klang die Veranstaltung auf dem Domplatz aus.

Für mehr Grün in Erfurt … was kostet der Wechsel zum Öko-Strom?

Die Grüne Jugend wünscht sich mehr Grün in deinem Wohnzimmer. Nein wir schenken dir keinen neuen Ficus, sondern möchten dich über die Kosten von konventionell erzeugtem Strom und Öko-Strom informieren. Dazu hat die GJEF einen Flyer entwickelt, den wir in den kommenden Monaten auf zahlreichen Veranstaltungen verteilen werden.

Der gesamte Flyer steht dir auch zum Download [1 MB] zur Verfügung.

Ostermarsch im Zeichen von Fukushima, Tschernobyl und Afghanistan

Über 150 Menschen zum Ostermarsch am Anger

„Atomkraft abschalten, Atomwaffen abschaffen, Afghanistankrieg beenden“ – unter dem Motto dieser „drei A“ stand der Erfurter Ostermarsch 2011. Mehr als 150 Teilnehmer aus Friedensinitiativen, Parteien, Gewerkschaften und Jugendverbänden – darunter auch eine große Delegation der Grünen Jugend Erfurt und Campusgrün – hatten sich am Gründonnerstag auf dem Anger zusammengefunden. In einigen Reden wurde unter großem Beifall bekräftigt, dass Atomkraft weder friedlich noch militärisch genutzt werden darf und daran erinnert, dass auf dieser Welt derzeit 47 Kriege im Gange sind.

Die Energie-Revoulution kommt ohne AKWs und CO2 aus

Der grüne Landtagsabgeordnete Dirk Adams sprach in seiner Rede unter anderem die Kosten des Atomausstiegs, aber auch die Kosten der bisherigen Atompolitik an. Die Grüne Jugend griff mit ihren Plakaten die (revolutionäre) Kehrtwende in der Energiepolitik der Bundesregierung auf, die vor gerade einmal sieben Monaten mit der AKW-Laufzeitverlängerung eine „Revolution der Energieversorgung“ präsentierte.

Menschenkette mit prominenter Unterstützung

Den Höhepunkt der Aktion bildete schließlich eine Menschenkette zwischen Rathaus und Wenigemarkt, an der sich sogar ein in ganz Deutschland bekannter Fernsehstar beteiligte…

Fukushima mahnt – alle AKWs abschalten!

120.000 Demonstranten sammeln sich am Potsdamer Platz

Wer in Berlin zur Anti-Atom-Demo will, muss früh aufstehen, so wie die grüne Reisegruppe aus Thüringen, am 26. März. Bereits gegen 6 Uhr trafen sich am Erfurter Busbahnhof einige der Demonstranten. Mit dem Bus fuhren wir von Eisenach über Erfurt, Weimar, Jena und Gera nach Berlin.

Demonstrationszug vor der gut gesicherten CDU-Zentrale

In der Hauptstadt angekommen, begaben wir uns zum Startpunkt der Demo, dem Potsdamer Platz, der völlig überfüllt war. Pünktlich setzte sich der bunte Demonstrationszug in Bewegung. Am Bundesverteidigungs-ministerium vorbei zogen wir Richtung Siegessäule, in deren Nähe, auf der Straße des 17. Juni, die Abschlusskundgebung stattfand. Auf dem Weg dorthin passierten wir die gut bewachte CDU-Pateizentrale. Mit Hamburger Gittern, Mannschaftswagen und etlichen Polizisten wurde eine Neugestaltung der Glasfassade des Konrad-Adenauer-Hauses verhindert.

Höhepunkt sind die Kundgebungen an der Siegessäule
Um 14:15 Uhr fand eine Schweigeminute statt, um sich mit den Opfern der Atomkatastrophe und des Erdbebens zu solidarisieren und ihnen zu gedenken. Anschließend gab es Redebeiträge, unter anderem von DGB-Chef Sommer und vom Journalisten Franz Alt. Neben musikalischen Einlagen von „Wir sind Helden“ luden auch die vor Ort aufgebauten Stände der Umweltverbände, Parteien, Ökostromanbieter und Imbissbudenbetreiber zum Bleiben ein.
Nach Ansicht einiger Thüringer Demonstranten: Eine Fünf-Sterne-Demo, viel besser ging es nicht!

Mahnwache auf dem Anger

Gemeinsam mit zahlreichen Erfurter Bürgerinnen und Bürgern, hat das Anti-Atom-Bündnis Thüringen am Montagabend den zahlreichen Opfern der Katastrophen in Japan der vergangen Tage gedacht. Gleichzeitig forderten wir die Rückkehr der Bundesregierung zum geplanten Ausstiegsszenario aus der Atomenergie. Es darf nicht nur bei einer vorübergehenden Prüfung bleiben. Die Kernschmelze, die sich wohl derzeit in den Reaktorblöcken in Fukushima vollzieht, zeigt uns auf traurig Weise erneut, dass sich selbst moderne AKWs nicht völlig gegen Naturgewalten und menschliche Fehler absichern lassen. Es bleibt zu hoffen dass das Unglück im japanischen Atomkraftwerk ein letzter Warnschuss zum Ausstieg aus der Technologie ist und es nicht zu einer großräumigen Verstrahlung des Landes kommt, wie bei dem GAU von Tschernobyl der sich im kommenden Monat zum 25. mal  jährt.
Das Anti-Atom-Bündnis Thüringen, in dem auch die Grüne Jugend Mitglied ist, wird in den kommenden Wochen weitere Aktionen zum Thema Atomausstieg veranstalten. Informationen dazu gibt es rechtzeitig hier und auf dem Blog des Bündnisses.