Atomkraft Schluss

Kurz vor dem Ende des Atommoratoriums fanden, am 28.5. in 21 deutschen Städten Anti-Atom-Demonstrationen statt. Erfurt war eine dieser Städte.

Um 14 Uhr begann die größte Anti-Atom-Demo, die jemals in Thüringen stattgefunden hat, auf dem Willy-Brand-Platz. Verschiedene Parteien, Verbände, Gewerkschaften und eine Vielzahl engagierter Einzelpersonen nahmen an der Veranstaltung teil, darunter die Grüne Jugend Erfurt.
In Anlehnung an vorhergegangene Demonstrationen verteilten wir wieder essbare Mini-AKWs zum Selbstabschalten.

Nach der Auftaktkundgebung, welche eine symbolischen Sitzblockade beinhaltete, zog der 2000-köpfige Demonstrationszug über den Juri-Gagarin-Ring, Anger und Fischmarkt zum Domplatz. Durch die vielen Einkäufer in der Innenstadt erhielten wir die maximale Aufmerksamkeit durch Passanten. Mit Rede- und Musikbeiträgen klang die Veranstaltung auf dem Domplatz aus.

Mahnwache auf dem Anger

Gemeinsam mit zahlreichen Erfurter Bürgerinnen und Bürgern, hat das Anti-Atom-Bündnis Thüringen am Montagabend den zahlreichen Opfern der Katastrophen in Japan der vergangen Tage gedacht. Gleichzeitig forderten wir die Rückkehr der Bundesregierung zum geplanten Ausstiegsszenario aus der Atomenergie. Es darf nicht nur bei einer vorübergehenden Prüfung bleiben. Die Kernschmelze, die sich wohl derzeit in den Reaktorblöcken in Fukushima vollzieht, zeigt uns auf traurig Weise erneut, dass sich selbst moderne AKWs nicht völlig gegen Naturgewalten und menschliche Fehler absichern lassen. Es bleibt zu hoffen dass das Unglück im japanischen Atomkraftwerk ein letzter Warnschuss zum Ausstieg aus der Technologie ist und es nicht zu einer großräumigen Verstrahlung des Landes kommt, wie bei dem GAU von Tschernobyl der sich im kommenden Monat zum 25. mal  jährt.
Das Anti-Atom-Bündnis Thüringen, in dem auch die Grüne Jugend Mitglied ist, wird in den kommenden Wochen weitere Aktionen zum Thema Atomausstieg veranstalten. Informationen dazu gibt es rechtzeitig hier und auf dem Blog des Bündnisses.

Erneut Proteste gegen den Castor-Transport durch Thüringen

AKWs zum selbst abschalten

Nach langer Planung war es am Samstag, den 12. Februar endlich so weit: Zum bundesweiten Castor-Strecken-Aktionstag startete das Anti-Atom-Bündnis Erfurt, in dem auch die Grüne Jugend Mitglied ist, mit der großen und bunten Demo um 14 Uhr am Fischmarkt.
Der Grund: Am 16. Februar fährt erneut ein Castortransport mit radioaktivem Müll vom ehemaligen Kernforschungszentrum in Karlsruhe aus nach Lubmin bei Greifswald. Um gemeinsam gegen den anstehenden Atommülltransport ins Zwischenlager Nord und für den Ausstieg aus der Atomenergie zu demonstrieren, waren über 200 Menschen gekommen, darunter auch die Grüne Jugend.
Mit Atommüllfässern, Plakaten und Transparenten setzten sie ein Zeichen gegen Atomkraft.
Sehr beliebt: Unsere essbaren Atomkraftwerke unter dem Motto „Atomausstieg selber machen“!

Der Castor wird erfolgreich auf dem Anger gestoppt

Vom Fischmarkt zogen wir weiter bis zum Anger, begleitet von Trilllerpfeifen und natürlich der Musik von „Castor Wegbassen“ aus Jena. Am Anger angekommen gab es dann Straßentheater – der Castorzug, dargestellt mit bemalten Stoffbahnen, suchte seinen Weg auf dem Anger. Doch dort wurde er mit Fahnenschwenken in Empfang genommen und schließlich an der Weiterfahrt gehindert.

Vom Anger aus ging es weiter über den Juri-Gargarin-Ring bis zum Hauptbahnhof, wo Redebeiträge unter anderem vom Bundesverband für Windenergie, vom Aktionsbündnis Lubmin-NixDa und der evangelischen Umweltgruppe aus Ronneburg stattfanden.
Vielen Dank an alle Teilnehmer!

Wir strahlen auch ganz ohne Castor

„A! Atom! Atomlobby zerschlagen!“, „Revolution! Revolution! Atomkraft ist keine Revolution!“ und andere Rufe skandierend, zog am späten Nachmittag des 14. Dezembers 2010 die bisher größte Anti-Atom-Demo Thüringens durch die Erfurter Innenstadt. Die, unter dem Motto „Wir strahlen schon – der Castor kommt“ stehende, Lampiondemo wurde von etwa 500 Demonstranten besucht. Anlass war der, durch Thüringen rollende, Castor-Transport vom französischen Cadarache in das Zwischenlager Lubmin. Neben Umweltverbänden sowie verschiedenen Initiativen und Parteien war auch die Grüne Jugend Erfurt mit dabei.

Anti-Castor-Demo auf dem Juri-Gagarin-Ring
Während die Demo um 17 Uhr mit einer Kundgebung vor der Staatskanzlei startete, begann für die GJE die unmittelbaren Vorbereitungen schon zwei Stunden zuvor: Anknüpfend an vorherige Aktionen beschlossen wir, essbare Atomkraftwerke herzustellen und diese mit einer Aufforderung zum eigenständigen Atomausstieg zu versehen. Mit den Rufen „AKWs zum Selbstabschalten“ und „Atomkraft aufessen“ waren unsere essbaren Mini-AKWs schnell verteilt.
Kundgebung gegen den Transport am Hauptbahnhof
Nach der Auftaktkundgebung vor der Staatskanzlei zog die Demo trillerpfeifend, trommelnd und rufend über den westlichen Anger, den Juri-Gagarin-Ring und die Bahnhofstraße zum Willy-Brandt-Platz. Trotz der extremen Kälte hielten alle noch einige Zeit vor dem Hauptbahnhof aus, um ein Zeichen gegen die Atommüll-Politik und für 100% erneuerbare Energien zu setzen!