Pressemitteilung | Erfurt, 30.August.18

Diesen Mittwoch, den 29.8., startete die GRÜNE JUGEND Erfurt in die Kampagne: „Schluss mit steigenden Mieten – bezahlbar und angstfrei Wohnen“ um auf eine fehlgeleitete Mietraumpolitik aufmerksam zu machen. Mit einer Aktion am Ilversgehofener Platz, einem noch von jungen Menschen mit geprägtem Raum, warben die Aktivist*innen der GRÜNEN JUGEND Erfurt für Investition in sozialen Wohnungsbau und soziale Infrastruktur.

Dazu Jasper Robeck, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Erfurt: „Wer heute ein Zimmer oder eine Wohnung sucht denkt erst mal, dass der Markt in Erfurt entspannt ist. Das ist eine Illusion, denn die Preise steigen unermüdlich und an vielen Stellen wird luxussaniert, wie bei dem TA Hochhaus in der Innenstadt. Die Investor*innen haben Erfurt entdeckt, an vielen Orten werden Projekte angeschoben und das führt zu Verdrängung. Die GRÜNE JUGEND Erfurt steht an der Seite der vielen Erfurter*innen die das ablehnen. Mit der Verdrängung wird auch das Grundrecht auf Teilhabe am gesellschaftlichen Leben gefährdet. Deshalb wollen wir sozialen Wohnungsbau und gute Anbindung aller durch stärkeren und ticketlosen ÖPNV.“

Laura Wahl, Landessprecherin der GRÜNEN JUGEND Thüringen ergänzt: „Die Gespräche mit Passant*innen haben noch mal klar gemacht, wie ernst die Situation im Moment ist. Eine junge Mutter muss zum Ende des Monats ihre Wohnung am roten Berg verlassen, weil die Miete nach einer Sanierung um 78€ (!) erhöht wurde und sie sich das als alleinerziehende Mutter nicht leisten kann. Die beiden sind akut von Obdachlosigkeit bedroht, weil sie keine günstige Wohnung in Erfurt finden. Das darf in einem reichen Land wie Deutschland nicht passieren! Viele Passant*innen, die am roten Berg wohnen, haben ähnliche Geschichten erzählt. Die Mieten steigen stetig und wer Hilfe braucht, muss sich durch einen Dschungel der Ämter kämpfen. Die Kommunalpolitik muss hier dringend handeln! Wir fordern, dass niemand aus seiner Wohnung geworfen darf, wenn die Alternative nur die Straße ist“