Zum gestrigen Mittwoch hat die AFD wieder zu einer Kundgebung aufgerufen. Als Versammlungsort musste sie diesmal den Landtag nutzen. Die Plätze in der Innenstadt konnte sie nicht belegen, weil hier die einzelnen Initiativen vom Jugendbündnis „Auf die Plätze fertig: Mittwoch“ schon vorsorglich viele Kundgebungen angemeldet hatte und so eine Präsenz der AFD in der Innenstadt verhindern konnte.

Erschreckenderweise kamen dennoch um 5000 Menschen zur Versammlung der AFD. Die Zahlen sind hier widersprüchlich. Manche reden von 2500 Demonstrant*innen, die AFD nennt die völlig überzogene Zahl 8000. Auffällig war allerdings, dass es sich hier längst nicht mehr „nur“ um besorgte Bürger*innen handelte. Mit dabei waren NPD-Mitglieder, die Thügida-Organisator*innen, Mitglieder von DIE RECHTE Thüringen und wahrscheinlich weitere Menschen dieses Spektrums. Damit wurde wieder einmal sehr deutlich, welches Klientel die AFD in Thüringen anzieht.

Nach der Kundgebung, bei der auch mindestens eine Bierdose aus den Reihen der Nazis zu den Gegendemonstrant*innen hinüberflog, marschierte deren Zug in Richtung Thüringenhalle los. Bei der Abschlusskundgebung hetzte Höcke den rechten Mob weiter auf, stimmt Parolen wie „Wir sind das Volk“ an und es wurde die Nationalhymne gesungen. Dieser rechte Mob verteilte sich dann und wurde von der Polizei anscheinend nicht weiter beobachtet. Auch gestern kam es wieder zu gewaltätigen Übergriffen der Nazis. Anscheinend wurde sogar eine Mutter mit Kind auf dem Arm angegriffen (Quelle: tweet von https://twitter.com/sche_dling)  Die Polizei hat in diesem Fall (wieder mal) versagt und konnte nicht für die Sicherheit aller Bürger*innen Erfurts garantieren. Traurig.

Schade ist aber auch, dass sich nur etwas mehr als 500 Gegendemonstrant*innen eingefunden haben, die sich diesem rechten Pack entgegengestellt haben. Hier müssen wir noch weit aus mehr werden! Wir als GRÜNE JUGEND Erfurt arbeiten deshalb daran, uns noch besser mit den anderen Gruppen zu vernetzen, um so noch weitaus mehr Menschen mobilisieren zu können.

Wir rufen alle Bürger*innen, Student*innen, Senior*innen, Azubis, Arbeitende und alle anderen bunten Menschen dazu auf, sich dem Gegenprotest nächste Woche anzuschließen, damit wir in Erfurt den Rechten nicht den öffentlichen Raum überlassen.