Mit grünen Ohrenschützern, einem Lärmmessgerät, Infoflyern und grünen Ohrstöpseln die an vorbeikommende PassantInnen verteilt wurden, machte die Grüne Jugend in dieser Woche auf den Tag gegen Lärm, dem 30. April, aufmerksam. An einem der innerstädtischen Verkehrsknotenpunkte dem Juri-Gagarin-Ring, Ecke Krämpfertor fahren täglich tausende PKWs entlang. Für die dort ansäßigen AnwohnerInnen durchaus eine erhebliche Belastung, denn Lärm beeinträchtigt die Gesundheit und die Lebensqualität in besonderem Maß, auch in Erfurt. Laut Weltgesundheitsorganisation erkranken allein in Europa jährlich rund 245.000 Menschen aufgrund von Verkehrslärm an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

IMG_9466

IMG_9472 KopieClaudia Hille, Kandidatin der Grünen Jugend zur Kommunalwahl, erklärt hierzu: „Die Zahlen sind erschreckend und sollten auch in Erfurt nachdenklich stimmen. In einer leisen Stadt fühlen sich alle wohler. Deshalb fordern wir als Grüne Jugend eine konsequente Umsetzung des Lärmaktionsplanes der Stadt unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger.“.

Die Grüne Jugend Erfurt schlägt zur Förderung eines ruhigeren Erfurts ein konkretes Maßnahmenpaket vor. Neben der Förderung des Fuß- und Radverkehrs und der verbesserten Taktung von Bus und Bahn, sollen auch die Tempo-30-Zonen ausgeweitet werden und Ampelschaltungen besser koordiniert werden, um ständiges Anfahren und Abbremsen möglichst zu vermeiden. Zudem könne mehr öffentliches Grün in der Stadt für eine veränderte Lautstärkewahrnehmung sorgen und Stadtentwicklung sollte für Erfurt immer nach dem Leitbild der „Stadt der kurzen Wege“ erfolgen.

Claudia abschließend dazu: „In Erfurt gibt es noch viel Potenzial, um unsere Stadt lebenswerter für Alle zu gestalten. Neben städtebaulichen Maßnahmen gilt es vor allem aus verkehrsplanerischer Sicht aktiv zu werden. Wir als Grüne Jugend wollen uns im neuen Stadtrat dafür einsetzen, dass alle sich in Erfurt zuhause fühlen.“