CM auf dem südlichen Juri-Gagarin-Ring
Am Montag, dem 25.06.12 fand bereits zum fünften Mal die „Critical Mass“ in Erfurt statt. Trotz Regenschauer trafen sich gut 65 Radfahrer auf dem Willy-Brandt-Platz, um mit ihrer Radtour durch Erfurt für die Belange von Radlern im Straßenverkehr zu demonstrieren.
Trotz des Mottos der „Critical Mass““ Wir behindern nicht den Verkehr, wir sind der Verkehr“ verhielten sich die Teilnehmer korrekt und schoben ihre Fahrräder durch den Bahnhofstunnel.
Eskortiert von zwei Polizeiautos gings radelnderweise auf der Schillerstraße bis zur zur Pförtchenstraße. Von dort wurde der Dalbergsweg angesteuert, der aufgrund seiner miserablen Oberfläche viele Radler dazu treiben kann, auf den Gehwegen weiterzufahren.
Weiter auf dem Juri-Gagarin-Ring an zwei verkehrsplanerischen Lösungen vorbei geradelt: Löberstraße stadteinwärts, Einsatz von rot markierten Radstreifen als ein gutes Beispiel für vernünftige Radverkehrsführung und als Gegenbeispiel die Bürgermeister-Wagner-Straße: Der exzessiven Einsatz von roten Radstreifen in falscher, dort aber erlaubter Richtung!
Über die Magdeburger Alle, eine in der Fahrrad-Unfallstatistik meistgenannten Straßen, führte die Tour via Riethstraße und dann zurück über die Nordhäuser Straße bis zum Ziel am Domplatz.
Trotz der großen Verschiedenheit der Teilnehmer, von Dreadlocks bis  Dauerwellen war alles vertreten, sind alle der Meinung, dass für den der Radverkehr in Erfurt noch mehr getan werden muss.
Nach 12 Kilometern war der Domplatz das Ziel
„Wenn ich durch Erfurt fahre,“ so ein Mitradler, „habe ich oft den Eindruck, dass Radverbindungen für gefühlte 15 Meter geplant worden sind, dann kommt ne Strecke mit Stress und unklarer Situation, dann wieder 15 Meter Radlerführung und dann steh ich wieder da mit meinem Zweirad…“
Es gibt noch viel zu tun in Erfurt und deshalb werden die Initiatoren der Critical Mass zukünftig bei ihrer Arbeit von drei Organisationen unterstützt: Die Grüne Jugend Erfurt, die AG Nachhaltigkeit der Hochschule Erfurt und der Kreisverband des ADFC.