Die GJ Thüringen zum Papstbesuch

Die Grüne Jugend Thüringen ruft zu friedlichen Protesten anlässlich des Papstbesuches in Thüringen auf. Wir kritisieren die Haltung des Kirchenoberhauptes zu Frauenrechten, zur Diskriminierung von Lesben, Schwulen und Transgender ebenso wie zur Empfängnisverhütung und der Bezeichnung moderner Demokratien als „Diktaturen des Relativismus“.

Der Papst trägt als Oberhaupt der katholischen Kirche durch die Verbreitung dieser Lehren erhebliche Verantwortung und Mitschuld an der Unterdrückung und Stigmatisierung von KatholikInnen und NichtkatholikInnen auf der ganzen Welt. Wir wissen, dass viele Mitglieder der katholischen Kirche dieses Urteil teilen und glauben, dass konstruktive Kritik Gräben überwinden kann.
Als Grüne Jugend Thüringen distanzieren wir uns jedoch deutlich von der Aktion „Religionsfreie Zone“ und dem Aufruf des Bündnisses „Heidenspaß statt Höllenangst“. Die berechtigte Kritik an der Institution des Vatikan und der Figur des Papstes darf nicht vermengt werden mit einer menschenfeindlichen Missachtung der Religionsfreiheit.

2 Gedanken zu “Die GJ Thüringen zum Papstbesuch

  1. Zufällig kam ich heute auf die Seite der GJ. Dass die GJ den Titel „Heidenspass statt Höllenqual“ als menschenfeindliche Missachtung diskriminiert, ist sehr erstaunlich, zeigt aber bereits die religiöse Infiltration und Dogmatisierung dieser Organisation. Menschenfeindlich missachtet werden demgegenüber bis heute die Millionen Nichtreligösen von den großen Kirchen. Damit muss Schluss sein. Wichtig wäre deshalb, dass auch innerhlab der GJ der Kampf gegen religiösen Dogmatismus geführt wird, bevor die GJ gänzlich von einer der Partei-Vorsitzenden religionsdogmatisch gehirngewaschen ist. Die GJ sollte sich Gedanken darüber machen, wie weit Kreationismus (Althaus) und weitere Auswüchse bereits das Leben beeinflussen, und einsehen, dass in Deutschland eine quasi „Religionspflicht“ besteht, der man entschieden entgegen treten muss. Es geht deshalb bei der Papstkritik nicht um Lesben, Schwule usw., sondern generell um die Freiheit des Geistes, vor allen Dingen auch der Gleichberechtigung einer nichtreligiösen Weltanschauung, die durch die Kirchen und deren Macht bis heute mit mittelalterlichen Methoden bis hin zu Berufsverboten unterdrückt wird. Das beginnt mit Zwangskindertaufen im Namen Gottes, führt über staatlich auch von Nichtreligiösen zwangsweise finanzierten Religionsunterricht, von dem man sich „befreien lassen muss“ bis hin zu den Millionentransfers an Kirchen und deren Strukturen (bis hin zur Fiannzierung von Gehältern der Kirchenoberen und von Religionsstudien an staatlichen Universitäten) aus öffentlichen Steuermitteln. Deshalb muss der Kampf um religionsfreie Zonen unbedingt weiter geführt werden, offenbar nun auch innerhalb der sogenannten Partei „DIE GRÜNEN“, die scheinbar bereits von den Kirchen übernommen wurde.

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