Wenn die Nazis irgendwo eine Veranstaltung planen, ist es für Demokraten selbstverständlich sich dagegen zu stellen. So auch am 3. September in Leinefelde, wo die NPD ihren „Eichsfelder Heimattag“, eine Mischung aus Familienfest, Rechtsrockkonzert und ideologischer Schulung durchführen wollte. 
Unterschiedliche Gruppen von Parteien, deren Jugendorganisationen, Gewerkschaften, Antifas, Vereine und Kirchen mobilisierten zu den Gegenveranstaltungen. Die GJ Eichsfeld erhielt Unterstützung aus Jena und Erfurt. Insgesamt folgten 350 Personen dem Aufruf, eine für das Eichsfeld beachtliche Zahl. Dem gegenüber standen 100 bis 200 Nazis.
Der Heimattag war nicht nur durch die geringen Besucherzahlen und fehlenden Familien ein Reinfall, sondern besonders da der Auftritt der Hauptband „Lunikoffverschwörung“ durch die Polizei verboten wurde. Ein großer Erfolg für das Bündnis. 
Der Demonstrationszug zog vom Bahnhof durch die Südstadt am Sportplatz, auf dem das NPD-Spektakel stattfand, vorbei zum Lunapark. In Hörweite der Nazis wurde eine Zwischenkundgebung abgehalten, bei der die Polizei Nazipöbeleien und schlimmeres verhinderte. Der friedlichen Gegendemo folgte ein Kulturprogramm mit Infoständen, Bands und Redebeiträgen aus Lokal- , Landespolitik und Kirche.
Hoffen wir, dass dies der letzte Heimattag war.