Start des Demo-Zuges auf dem Willy-Brandt-Platz

Wenn im Dezember der Haushaltsplan des Freistaates beschlossen wird, soll die Summe, die den Thüringer Hochschulen 2011 zur Verfügung gestellt wird, rund 30 Mio. Euro geringer ausfallen als im Vorjahr. Die Sparmaßnahmen, die bereits seit längeren in Schulen und Kitas begonnen haben, sind nun an den Hochschulen angekommen. Die Denkfabrik schnallt den Gürtel enger und meint, nur so noch fit für Morgen bleiben zu können. Das Land kam zuletzt vergleichsweise gut durch die Wirtschaftskrise und kann sich über mehr Arbeitsplätze und ein steigendes Steueraufkommen freuen. Zurückzuführen ist dies vorallem auf die wachsende Hightechindustrie Thüringens. Die kann bereits heute nicht mehr in allen Regionen den Bedarf an Fachkräften decken. Die Zahl der Studierenden steigt seit Jahren an und hängt doch weiterhin dem Bedarf hinterher. Daher muss der “Bildungsstandort Thüringen” noch stärker gefördert werden als bisher, um auch in Zukunft Kapital mit Köpfchen zu machen. Daher sind wir der Überzeugung: Wer heute spart, zahlt morgen drauf!

3.500 Menschen zur Kundgebung vor dem Landtag
Unter diesem Motto zogen 3.500 Thüringer Studierende und Hochschulmitarbeiter, darunter natürlich auch die Grüne Jugend Erfurt, zum Landtag, um Kultusminister Matschie zum Umlenken zu bewegen. Matschie stellte sich der Menge, die mit lautstarken Trillerpfeifen gut ausgestattet war und versuchte sich zu rechtfertigen. Dass die, für den Ausbau der Bildungslandschaft gedachten Fördermittel des Bundes, nun missbraucht werden, um die Sparmaßnahmen des Landes in Teilen zu kompensieren, wollte uns aber nicht so recht beruhigen.
Wir setzen auf die Einsicht und einen Kurswechsel der Regierung, damit die Einsparungen an den Hochschulen heute nicht Morgen die Lasten aller sind.