Am 1. Mai ist Zeit sich für soziale Gleichheit und Arbeitnehmerrechte einzusetzen. Nicht begriffen hatte dies wieder einmal die NPD, die einen großen Demonstrationszug durch die Landeshauptstadt angekündigt hatte. Von den erwarteten 1.000 Neonazis kamen dann gerade einmal gut 100. In einem Bündnis von engagierten Bürgerinnen und Bürgern, in dem sich auch die Grüne Jugend im Vorfeld mit einbrachte, war die Stadt auf Widerstand eingestellt. Bereits am frühen Morgen nahm Bündnis 90/Die Grünen die Trommsdorffstraße für eine Kundgebung in Anspruch und erschwerten den Rechtsextremen den Zugang zu ihrem Treffpunkt. Im Laufe des Tages setzte die Grüne Jugend gemeinsam mit mehreren tausend Erfurter Bürgen ihren friedlichen Widerstand entlang des Juri-Gagarin-Rings fort. Am Nachmittag wurde, dank der starken Proteste der Bürgerinnen und Bürger für ein tolerantes und nazifreies Erfurt, die Demonstration der NPD, die bis zu diesem Zeitpunkt nur schleppend voran kam, aufgelöst.