Flussputz 2018

Am Samstag befreite die GRÜNE JUGEND Erfurt in Zusammenarbeit mit der Naturfreundejugend Erfurt die Ufer der Gera vom Müll – nach einem Jahr hat sich dort nämlich so einiges angesammelt. Mit vielen Helfenden auch vom Team Abendsprung&Freunde war der diesjährige Flussputz ein voller Erfolg.

Start für den “Flussputz” war um 11 Uhr am Gera-Flutgraben auf Höhe des Schmidtstedter Knotens. Neben praktischem Umweltschutz wollen die beiden Organisationen dabei auch ein politisches Statement setzen: Mit strengeren Regelungen für die Verwendung von Plastik, z.B. dem Verbot von dünnen Plastiktüten, würde wesentlich weniger Müll in unsere Ökosysteme gelangen.

“Der Flussputz ist wichtig, weil scharfe und spitze Gegenstände sowie Plastikteilchen, die verschluckt werden können, eine echte Gefahr für die Tiere an unseren Ufern darstellen. Aber weder wir als Ehrenamtliche, noch die Stadt Erfurt haben die Ressourcen alle Grünflächen und Gewässer dauerhaft vom Müll zu befreien. Hier muss mit strengeren Regeln für den Umweltschutz an der Wurzel des Müll-Problems angesetzt werden!” sagt dazu Clara Winkler, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Erfurt.

Fotos: Laura Wahl

Protest gegen rechtsextreme Hetze in Erfurt

Am heutigen Sonntag den 28.01. veranstaltete die AfD Thüringen auf dem Erfurter Domplatz eine Demonstration, die sich gegen das Recht auf Familiennachzug von anerkannten Asylsuchenden richtete. Die anwesenden Redner*innen sprachen sich außerdem gegen den genehmigten Moscheebau in Marbach (Erfurt) aus.
Dabei blieben die ca. 2500 Demonstrant*innen der AfD auf dem Domplatz nicht allein: Hinter dem Aufruf des „Auf die Plätze“-Bündnis zur Gegendemo versammelten sich zahlreiche Organisationen, die für das Recht auf freie Religionsausübung und eine humane Asylpolitik auf die Straße gingen. Insgesamt gab es ca. 700 Gegendemonstrant*innen.

Unter Ihnen auch die GRÜNE JUGEND, die schon im Vorfeld für die Gegendemonstration mobilisierte.
Dazu Jasper Robeck, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Erfurt: „Wenn die AfD von der „Verteidigung des Sozialstaates“ redet, versucht sie ihn Wahrheit nur Arme gegen Schutzsuchende auszuspielen. Dieser gesellschaftlichen Spaltung treten wir als Erfurter Zivilgesellschaft entgegen und streiten für eine solidarische Politik gegenüber Flüchtenden und Lohnabhängigen gleichermaßen.“

Fabian Gabriel, Landessprecher der GRÜNEN JUGEND Thüringen weiter: „Das war Anfang 2018 leider nicht die letzte rechtsextreme Demonstration in Thüringen. Die Nazis von „die Rechte“ werden am 3. Februar in Weimar und die vom „Dritten Weg“ am 17. Februar in Nordhausen ihre Hetze verbreiten. Auch hier ist die Zivilgesellschaft mehr denn ja gefragt, diese Menschenfeindlichkeit nicht unwidersprochen zu lassen – Thüringen darf nicht weiter zur Nazihochburg werden!“

Bericht 2. Grüner Abend „Rechtsrock-Konzerte in Thüringen“

Am Mittwoch, den 14.06.2017 hat die Grüne Jugend Erfurt ihren zweiten Grünen Abend veranstaltet. Thema dieser Veranstaltung war „Rechtsrock-Konzerte in Thüringen“. Unsere Gäste waren Stefan Heerdegen  vom Verein Mobit e.V. und die bündnisgrüne Landtagsabgeordnete Madeleine Henfling.

Zum Einstig in das Thema wurde der Kurzfilm „Erlebniswelt Rechtsrock“ von den Filmpiraten und dem Mobit e.V. vorgeführt. Im Anschluss gab es vom Mobit-Mitarbeiter einen umfassenden Einblick in die Welt rechtsextremistischer Musikkultur und ihrer ideologischen Bedeutung. Madeleine Henfling, die in der bündnisgrünen Landtagsfraktion zuständig für Strategien gegen Rechtsextremismus und Obfrau im NSU-Untersuchungsauschuss ist, unterstützte diesen Vortrag mit ihrem Wissen um die aktuelle Situation in Thüringen .

Seit 2007 beobachtet der Verein Musikveranstaltungen von Rechtsextremist*innen in Thüringen und konnte belegen, dass sich ein ganzes Netzwerk um diesen Kreis bilden konnte. Thüringen spielt für die rechtsextremistische Musikszene des gesamten Bundesgebietes eine wichtige Rolle. Nicht nur, durch seine zentrale Lage und weil Rechtsextremisten Immobilien besitzen, in denen sie unbehelligt Musikveranstaltungen organisieren können, sondern weil es auch wenig Bestrebungen durch die öffentliche Verwaltung gibt, einzuschreiten. So ist es unter anderem möglich, dass profitorientierte Konzerte als politische Veranstaltungen angemeldet werden und somit keine Steuern oder Abgaben entrichtet werden müssen.

Auch für dieses Jahr werden wieder knapp 50 verschiedene Musikveranstaltungen in ganz Thüringen erwartet, wodurch das Bundesland einen unrühmlichen Spitzenplatz im Bundesvergleich einnimmt. Hier ist ein entschiedenes Vorgehen von lokalen Akteuren und der öffentlichen Verwaltung nötig, um Hass und Hetze keinen Nährboden zu bieten.

Es war eine sehr informative Veranstaltung und wir danken unseren Referent*innen für diesen schönen Abend.

 

Veranstaltung am Samstag (03.06.2017) 13 Uhr im Rahmen der Nachhaltigen Tage 2017 der AG Nachhaltigkeit: „Tütenlos glücklich! Beuteldruck und Tütentausch““

In Deutschland werden pro Kopf im Jahr etwa 76 Plastiktüten verbraucht. Das Plastik landet früher oder später auf dem Plastikmüll, von welchem knapp die Hälfte in Deutschland verbrannt und nicht receycelt wird, was für das Klima giftige Gase, wie CO2, Kohlenmonoxid oder Benzol freisetzt.

Die GRÜNE JUGEND Erfurt veranstaltet einen Workshop, bei dem wiederverwertbare Jutebeutel selbstgestaltet und später von Konsumierenden in der Innenstadt gegen ihre eigenen Plastiktüten eingetauscht werden können.

Kommt am Samstag, den 03.06.2017 ab 13 Uhr ins Grüne Büro in der Michaelisstraße 17 in Erfurt.

GRÜNER ABEND zum Thema Rechtsrock-Konzerte in Thüringen mit Madeleine Henfling (MdL) und MOBIT e.V.

Wir werden mit der Landtagsabgeordneten Madeleine Henfling und einem Vertreter von Mobit e.V. über Rechtsrock-Konzerte sprechen und diskutieren, warum Thüringen ein Hotspot für rechtsextremistische Veranstaltungen ist.

Kommt am 14.06.2017 um 18 Uhr in die Landesgeschäftsstelle in der Lutherstraße 5 in Erfurt!

Ausschlussklausel:
Entsprechend §6 Abs.1 VersG sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, homo- u. transphobe, oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Versammlung/Veranstaltung ausgeschlossen.