Den Start ins neue Jahr 2019 beginnt die GRÜNE JUGEND Erfurt mit einem Aktionsmonat der ganz im Zeichen der veganen Lebensweise steht. Der #Veganuary ist aus der Idee eines ökologischen und tierwohlbasierten Neujahrsvorsatzes entstanden. Die vegane Lebensweise verzichtet ganz (oder so gut es geht) auf tierische Produkte. Der Fokus liegt dabei auf der Ernährung aber auch auf der Kleidung. So werden z.B. keine echtleder Schuhe gekauft. Das Ziel ist es diesen Monat zu nutzen um die vegane Lebensweise zu erkunden und in den Alltag zu integrieren. Neben dem persönlichen Ansatz soll auch ein deutliches politisches Signal gesetzt werden. Die industrielle Massentierhaltung ist eine großer Emissionsträger und somit ein großer Verursacher des Klimawandels. Die sich häufende Wetterextreme und immer schlechter werdenden Prognosen der Klimaforscher zeigen uns, dass wir jetzt sofort etwas ändern müssen, damit es auch morgen noch eine vielfältige, gesunde und grüne Umwelt gibt. Umweltaktivistinnen wie Gerta Thunberg zeigen uns, dass jeder dazu ganz persönlich einen tiefgreifenden Beitrag leisten kann. Einer der persönlichsten Ansatzpunkte, um die Emissionen nachhaltig zu senken, ist unser Konsumverhalten. Unser alltäglicher Konsum ist eine gewaltige und mächtige Stimme. Diese Stimme ist Einerseits eine ökonomische, mit der wir Angebot und Nachfrage entscheidend mitbestimmen, als auch andererseits eine gesellschaftliche, mit der wir für bessere Haltungsbedingung der Tiere und gegen die Umweltschäden der industriellen Massentierhaltung ankämpfen. Um diesen Kampf weiter voran zu treiben haben wir für den Januar einige Themenabende, Diskussionsrunden und vegane Kochrunden (mit leckerem Essen) geplant. Wir laden alle Interessierten herzlich ein am Veganuray und unsern Veranstaltungen teilzunehmen.

Die vegane Lebensweise ist die Nachhaltigste. Die industrielle Massentierhaltung verbraucht unglaublich Mengen an Ressourcen. Dabei geht es nicht nur um den Methanausstoß von Kühen, sondern um einen hohen Wasserverbrauch, die Verschmutzung des Wassers, Abholzung des Regenwaldes für Tierfutter, die Verseuchung der Böden durch Pestizide sowie für die Produktion des vielen Futters. Im Angesicht der Klimakrise können wir uns diese Belastung für die Erde nicht mehr leisten.

Tiere sollten nicht unter unwürdigen Umständen leben. Die Idee der Tierrechte steht der aktuellen Situation in deutschen Ställen entgegen. Ein Schwein beispielsweise hat im Normalfall nur 0,75 m2 Platz, oft auf problematischen Spaltenböden. Ferkel werden weiterhin betäubunglos kastriert und durch gewöhnliche Stromausfälle kam es hier in Thüringen mehrfach zum qualvollen Tod von Tieren. Diese Zustände sind untragbar.

Des Weiteren hat die industrielle Massentierhaltung für globale Gerechtigkeit eine erhebliche Bedeutung. Unteranderem sind die Folgen des Klimawandels vor allem in Staaten des Globalen Südens zu spüren. Dazu kommt die europäische Agrarpolitik, die eine erhebliche Überproduktion verursacht und die tierische Produkte auf afrikanische Märkte exportiert. Der Überschwemmung mit europäischem Billigfleisch sind die dortigen Landwirt*innen nicht gewachsen. Dadurch werden in Afrika ganz konkret Lebensgrundlagen zerstört.

Als Beitrag um eben diese Faktoren zu reduzieren, fördern wir eine vegane Lebensweise.

Svenja Jacobs, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Erfurt, dazu: „Der Veganuary ist eine Chance Tierrechte auf die Agenda zu heben. In Deutschland werden Tierrechte mit Füßen getreten. Die Agrarlobby hat einen Aufschub des Verbots betäubungsloser Ferkelkastration durchgesetzt. Damit muss Schluss sein! Wir fordern in sofortiges Ende der beäubungslosen Ferkelkastration und des Kükenschredderns!“

„Eine vegane Lebensweise ist ein weiterer Schritt hin zu einer umweltbewussten und nachhaltigen Gesellschaft. Die industrielle Massentierhaltung ist zutiefst ungerecht und zugleich einer der größten weltweiten Klimakiller. In Europa zerstört die industrielle Massentierhaltung Böden und Umwelt. In Afrika zerstört der Import von Billigfleisch Lebensgrundlagen. Währenddessen muss in Südamerika der Regenwald für Tierfutter weichen. Mit diesem Teufelskreis muss Schluss sein!“ ergänzt Jasper Robeck, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Erfurt.

Neben dem veganen Kochen wollen wir Tipps für die vegane Lebensweisen bei unserer Veranstaltung „Vegan in Erfurt“ vermitteln. Desweiteren gibt es ein Vortrag über die Situation von Tieren und die Idee der Tierrechte.

Vegan ist nicht immer einfach. Neben unseren Veranstaltungen und im Gespräch könnt ihr weiter Informationen zu veganer Ernährung und Lebensweise sowie dem Veganuary hier auf der Seite finden: https://veganuary.com/

Termine der GJ Erfurt während des Veganurays:

7.1 – 18 Uhr – Veganes Kochen im Grünen Büro (Michealisstr. 15)

10.1. – 16 Uhr – Vegan in Erfurt an der Uni (Raum wird noch bekannt gegeben)

23.1. – Uhrzeit noch unbekannt – Was sind Animals Rights im Grünen Büro (Michaelisstr. 15)

28.1. – Uhrzeit noch unbekannt – Abschluss des Veganuray mit veganem Kochen im Grünen Büro (Michealistr. 15)