Die GRÜNE JUGEND Erfurt bedauert sehr, dass bei den
Dezernent*innenwahlen vor fast zwei Wochen das rot-rot-grüne Bündnis im
Stadtrat zerbrach und Kathrin Hoyer als Dezernentin abgewählt wurde.
Nicht nur bedeutet der Bruch schwierige Mehrheitsverhältnisse und das
Ende von klarer ökologischer, liberaler und sozialer Politik sondern ist
mit der Abwahl von Kathrin Hoyer auch ein fatales Signal aus
feministischer Perspektive.

Dazu Jasper Robeck, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Erfurt: „Kathrin Hoyer
ist Betroffene von unhaltbaren Anschuldigungen, welche genutzt werden um
ihre Abwahl zu rechtfertigen. Die vermeintlich falschen sachlichen
Entscheidungen sind eindeutig auf die Loyalität mit der Linie des
Oberbürgermeisters zurück zu führen. Problematisch sind die Vorwürfe,
die ihr untragbare Verhaltensweisen unterstellen, da diese Vorwürfe
Beweis von sexistischen Deutungsmustern sind. Wir stellen uns klar gegen
Sexismus auch in der Kommunalpolitik.“

Svenja Jacobs, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Erfurt, ergänzt: „Wir stehen
an der Seite von Kathrin. Hier haben wir einen klaren Fall von
Doppelmoral. Kathrin wehrt sich gegen Konfrontationen energisch und
lässt sich nicht unterbuttern. Jedem Mann hätte man in einer solchen
Situation Leidenschaftlichkeit oder Durchsetzungsfähigkeit attestiert.
Wenn gleiches Vorgehen bei Frauen problematisiert wird liegt das an tief
liegendem Sexismus. Wir fürchten, dass dadurch weitere Frauen
verunsichert und gehemmt werden, weil zu sehen ist das starke Frauen
nicht akzeptiert werden. Das ist eine Schweinerei!“