Am 17. Mai ist der Internationale Tag gegen Homo- und Transphobie. Darauf hat die GRÜNE JUGEND Erfurt zusammen mit Campusgrün und QueErfurt am gestrigen Sonntag auf dem Anger mit einer Kundgebung aufmerksam gemacht.

Der Internationale Tag gegen Homo- und Transphobie erinnert an den 17. Mai 1992, an dem die WHO Homosexualität von der Liste der Krankheiten genommen hat, und soll ein Zeichen für Toleranz und Akzeptanz setzen.

SSHH2015 (1)

Aus diesem Grunde fanden sich um 16:30 Uhr etwa 40 Personen mit bunten Schals und Fahnen in den Regenbogenfarben auf dem Anger ein. Laura Wahl (Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Erfurt) und Adrian Walch (Vertreter von Campusgrün) hielten eine Rede, in der sie auf die Wichtigkeit dieses Themas hinwiesen. So werden homosexuelle Menschen z.B. noch in vielen Ländern dieser Erde verfolgt und in sieben Ländern werden Menschen aufgrund ihrer sexuellen Neigung gar mit der Todesstrafe verurteilt. In Deutschland werden Homosexuellen mittlerweile zwar zum Glück weitgehend dieselben Rechte anerkannt, doch auch hier haben homosexuelle Paare noch immer nicht das Recht, Kinder zu adoptieren. Außerdem ist auch „schwul“ leider immer noch ein häufig verwendetes Schimpfwort, das man nicht nur auf Schulhöfen hört.

An diese Ungerechtigkeiten noch einmal eindringlich erinnert, fanden sich nach der Rede alle Teilnehmenden zu gleichgeschlechtlichen Pärchen zusammen und verteilten Flyer an Passant*innen, um auch diese auf den Tag gegen Homophobie aufmerksam zu machen.

Die Aktion wurde von vielen Passant*innen sehr positiv aufgenommen, leider wurden den Aktivist*innen von einigen aber auch Gleichgültigkeit oder gar Ablehnung entgegengebracht.

SSHH2015 (2)

Die GRÜNE JUGEND Erfurt, Campusgrün und QueErfurt hoffen, dass sie bei diesen Menschen vielleicht doch einen kleinen Funken setzen konnten, der sie zum Nachdenken über Gleichberechtigung anregt. Sie danken allen Aktivist*innen für die aktive Teilnahme an der Kundgebung und freuen sich, dass sie wieder einen kleinen Beitrag dazu leisten konnten, dass Erfurt eine bunte und offene Stadt bleibt.

SSHH2015 (3)