Auf ihrer Mitgliederversammlung, am vergangenen Sonntag dem 30. Juni 2013 hat die Grüne Jugend Erfurt ein Konzept zu einer möglichen Einführung eines ticketlosen Nahverkehrs in Erfurt verabschiedet.

PP_GJEF_TicketloserÖPNV_Seite_01Unser heutiges Mobilitätsverhalten ist weder ökologisch nachhaltig, noch wird wirklich allen Erfurterinnen und Erfurtern die Teilhabe am sozialen Leben unabhängig vom Einkommen ermöglicht. Hier könnte die Einführung eines bürgerfinanzierten, ticketlosen Nahverkehrs ein Lösungsvorschlag sein. Finanziert werden soll dieser durch einen monatlichen Beitrag, welcher die sozialen Verhältnisse jedes und jeder Einzelnen berücksichtigt. Die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger würde im Modell der Grünen Jugend Erfurt etwa 33 Euro im Monat für die uneingeschränkte Nutzung des ÖPNV im Erfurter Stadtgebiet zahlen.

Die Einführung eines solchen ticketlosen Nahverkehrs muss von einem umfassenden Verkehrskonzept flankiert werden, welches gezielt nachhaltige Verkehrsmittel fördert. So müsse auch das Radwegenetz deutlich ausgebaut werden, um eine übermäßige Verlagerung vom Fahrrad zur Straßenbahn zu verhindern.

Die Grüne Jugend sieht in ihrem Konzept die Chance Erfurt damit zu einer Modellstadt des nachhaltigen Verkehrsverhaltens zu machen, welche über die Grenzen Thüringens als positives Beispiel wirken könne.

Trotz dieser großen Chancen für Erfurt, sieht die Grüne Jugend auch Risiken und Probleme ob der Einführung eines solchen Modells. Gerade die Frage wie sozial gerecht eine „Straßenbahn für alle“ ist, sollten letztlich die Erfurterinnen und Erfurter selbst entscheiden. Daher will die Grüne Jugend mit ihrem Konzept auch über die Risiken eines solchen Projektes informieren und strebt eine Entscheidung durch eine politisch legitimierte Bürgerumfrage aller Erfurterinnen und Erfurter an.

Das vollständige Papier findest du unter hier.

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