Am 25. Februar fanden das zweite mal in den vergangenen Wochen international Demonstrationen gegen ACTA (Anti-Counterfeit Trading Agreement) statt, dessen undemokratischer Verhandlungsprozess und die Möglichkeiten zur Beschneidung von Freiheiten kritisiert werden.

Demo gegen ACTA vor dem Hauptbahnhof

Gegen 15 Uhr versammelten sich etwa 800 Demonstranten am Willy-Brandt-Platz, darunter auch Mitglieder der Grünen Jugend und des Grünen Kreisverbandes Erfurt. Nach Ende der Auftaktkundgebung zog der Demonstrationszug lautstark die Tromsdorff-Straße und den Juri-Gagarin-Ring entlang, um nach der Überquerung des Angers an der Staatskanzlei eine Zwischenkundgebung abzuhalten. In den Redebeiträgen wurde ausgeführt, dass nicht nur ACTA kritisch zu betrachten ist, sondern dass beispielsweise die Vergabe von Patenten auf Lebewesen wie Pflanzen und Tiere, auch ohne die Ratifizierung von ACTA, heute schon Realität ist. Von der Staatskanzlei verlief die Demoroute über die Regierungsstraße, den Juri-Gagarin-Ring und die Bahnhofstraße zurück zum Willy-Brandt-Platz.
An dieser Stelle geht unser Dank an die Polizeieinsatzkräfte, die am Hauptbahnhof einen Angriff auf die Demoteilnehmer durch Mitglieder einer neonazistischen Hooligangruppierung verhinderten.