Flächenversiegelung, Lärm, Klimabelastung und mehr als 230 Millionen Euro versenkte Steuermittel sind das Fazit des Erfurter Flughafens. Die Grüne Jugend Erfurt spricht sich daher in ihrem kürzlich verabschiedeten Positionspapier gegen einen Erhalt des Flughafens in seiner jetzigen Form aus. Philipp Kosok, Sprecher der Grünen Jugend Erfurt, erklärt dazu: „Dieser Flughafen ist unwirtschaftlich, unökologisch und ein Millionengrab und wenn am 23. Dezember die letzte Linienflugverbindung eingestellt wird ist dies sein Sargnagel. Ungeachtet von Bedarf und Erfolgsaussichten wurde in Bindersleben ein Statussymbol errichtet von dem die Erfurterinnen und Erfurter in keinster Weise profitieren. Im Gegenteil, Stadt und Land müssen noch bis 2020 jährlich etwa 10 Millionen Euro für diese Fehlinvestition zahlen.
Bericht in der TLZ vom 23.12.2011

Die Passagierzahlen sind weit hinter den Erwartungen geblieben und werden mit Fertigstellung der ICE-Trasse nach Leipzig-München noch weiter sinken. Philipp Kosok dazu: „Schon jetzt ist man mit der Bahn in weniger als drei Stunden am Flughafen Frankfurt/Main und in vier Jahren in weniger als einer Stunde am Flughafen Halle/Leipzig. Der Erfurter Flughafen ist dabei mit seinem geringen und überaus eingeschränktem Angebot an Charterflügen in keinster Weise konkurrenzfähig. Das 2009 von der Landesregierung vorgelegte Betriebskonzept geht von völlig unrealistischen Passagierzahlen aus. Die Landesregierung muss hier endlich die Karten offen legen und die Notbremse ziehen.

Leeres Rollfeld auf dem Flughafen Erfurt-Weimar
Philipp Kosok fügt abschließend hinzu: „Die Grüne Jugend Erfurt fordert die Landesregierung in Kooperation mit der Stadt Erfurt auf schnellstmöglich aktiv zu werden und ein realistisches Ausstiegsszenario vorzulegen, das bis spätestens 2017 umgesetzt wird. Dieser Flughafen hat keine Zukunft, dass muss sich auch Verkehrsminister Carius endlich eingestehen. Eine weitere Subventionierung hätte nur eine Verschleppung der Probleme zur Folge und damit eine umso härtere Bruchlandung in den kommenden Jahren.
Unser vollständiges Positionspapier findest du hier.