In Deutschland leben Schätzungen zufolge mindestens 500.000 llegale – also Menschen die über keine gültigen Papiere und kein Aufenthaltsrecht verfügen. Sie sind „unsichtbar“. Offiziell existieren sie nicht. Oftmals kommen diese Menschen aus Krisen- und Kriegsregionen zu uns – auf der Flucht vor Gewalt und Armut. Auf der Suche nach einem besseren Leben. Sie arbeiten in Deutschland meist in Privathaushalten oder im Baugewerbe. Sie leben hier ohne medizinische Versorgung, ohne ein Recht auf Bildung und unter enormen psychischen Druck, immer mit der Angst entdeckt und abgeschoben zu werden. Solch ein Leben ist unmenschlich, dass wollte die Grüne Jugend Erfurt am 10. Dezember – dem Internationalen Tag der Menschenrechte – ins Bewusstsein der Erfurterinnen und Erfurter rücken.

Mit Schatten von Menschen vor dem Erfurter Hauptbahnhof

Mit lebensgroßen „Schattenbildern“ auf denen die Umrisse von drei „Papierlosen“ in typischen Berufen zu sehen waren, postierte sich die Grüne Jugend vor dem Erfurter Hauptbahnhof. Anhand eines Flyers wurden die Passantinnen und Passanten auf die Situation dieser Menschen aufmerksam gemacht und mit den Forderungen der Grünen Jugend konfrontiert:

  • Medizinische Grundversorgung für Papierlose
  • Schulbesuch und das Recht auf Bildung für Kinder ohne Papiere
  • Rechtsbeistand und Rechtsschutz auch für Illegale