Nein? So manch anderer aber vielleicht schon bald.
Info-Stand auf dem Anger
Am Dienstag hat die Grüne Jugend Erfurt erstmals eine gemeinsame Aktion mit anderen politischen Jugendorganisationen auf dem Anger durchgeführt. Mit dabei war die Linksjugend Solid, die jungen Piraten und die Jusos. Unser verbindendes Thema war der Schutz der persönlichen Informationen die mit dem neuen elektronischen Personalausweis und der Arbeitnehmerdatenbank ELENA ein weiteres Mal in Frage gestellt werden.
Ab November wird jedem Bürger, der einen neun Personalausweis beantragt, ein E-Perso ausgestellt der mehr Informationen als bisher mittels RFID-Chip speichert und per Funk bereit stellt. Die Arbeitnehmerdatenbank ELENA, die ab Januar 2011 eingeführt wird, speichert zentral eine Menge Informationen, wie bisherige Arbeitgeber, Fehltage und Kündigungsgrund. Eine Möglichkeit der Datenerhebung zu widersprechen gibt es in beiden Fällen nicht.
Gemeinsam für einen besseren Schutz persönlicher Daten
Im Vorfeld haben wir uns gemeinsam mit den Vorteilen der neuen digitalen Verfahren, möglichen Missbrauchsszenarien und der Frage wie viel Informationen der Staat über seinen Bürgern speichern sollte auseinandergesetzt. Dabei ist ein gemeinsamer Flyer entstanden den wir am Dienstag Passanten mit auf den Weg gaben. Wir stellten fest dass es nur wenig Zustimmung zu Datenbanken und RFID-Verfahren gibt. Viele Menschen sind beunruhigt über die zunehmende Datensammelwut der Behörden und sehen keine Vorteile für sich selbst. Eine ebenso große Zahl Passanten war bisher kaum über die neuen Techniken informiert und wurden in Gesprächen, durch Reden und durch Flyer für die Thematik sensibilisiert.
Unser Fazit: Wer nicht zum „gläsernen Bürger“ werden will, muss aufmerksam bleiben und den Wert von Datensammlung und Überwachung hinterfragen!