Es war ein heißer Tag in Geras Innenstadt, als am Samstag über 700 Rechtsextreme das Nazi-Festival „Rock für Deutschland“ besuchen wollten. Der Thüringer Landesverfassungsschutz beurteilt diese Aktion als Versuch der NPD, ihre Akzeptanz in der Region zu erhöhen und die rechtsextreme Szene enger an die Partei zu binden.
Um klar zu machen, dass wir keinen Rechtsextremismus in unserer Gesellschaft dulden, unterstützte die Grüne Jugend die Geraerinnen und Geraer in ihrem lauten und standhaften Protest. Bewaffnet mit Wasserpistole und Sonnenschirm störten wir in Sitzblockaden rund um das Veranstaltungsgelände das Konzert, das letztlich dieses Jahr leider nicht verhindert werden konnte. Es gelang jedoch, die nicht willkommenen Gäste einige Stunden auf ihrem Weg zur Spielwiese aufzuhalten. Am Nachmittag zog die Grüne Jugend, inmitten von rund 2.000 Menschen, in einer spontanen Demonstration durch die Stadt, um friedlich aber lautstark ihren Protest deutlich zu machen.

Wir hoffen auf einen weiter wachsenden Widerstand, um den ewiggestrigen Nazi-Rock 2011 endgültig von der Spielwiese zu verbannen, denn Thüringen ist bunt, nicht braun!