Interessiertentreffen am 8. Mai im Nordpark ab 17 Uhr

Du hast Lust Erfurt grüner, solidarischer und lebenswerter zu machen? Dann bist du bei uns genau richtig!

Wir sind die GRÜNE JUGEND und genauso stachelig wie unser Logo. Als unabhänge Jugendorganisation von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN gehen wir für eine offene Gesellschaft auf die Straße, leisten vielfältige politische Bildungsarbeit und stellen uns alten und neuen Nazis in den Weg. Gemeinsam streiten wir für bessere Radwege, weniger Verpackungsmüll und sexuelle Selbstbestimmung. Wir sind also ein bunter Haufen von Aktivist*innen, die sich immer über neue Gesichter freuen. Neugierig?

Dann komm am 8. Mai zum Interessiertentreffen auf der Wiese vor dem Nordbad. Dort werden wir ab 17 Uhr zusammen grillen.

Mahnwache in Gedenken an 31 Jahre Tschernobyl am 28.04.2017

Am 28. April 1986 wurde der ganzen Welt vor Augen geführt, was für fatale Folgen die Nutzung der Atomkraft mit sich bringt. Denn vor 31 Jahren ereignete sich die Atom-Katastrophe von Tschernobyl​ und nahm bis heute ca 4000 Menschen das Leben. Diese und alle anderen Opfer der Atomkraft dürfen nicht in Vergessenheit geraten, die Fehler der Vergangenheit dürfen nicht wiederholt werden!
Deswegen rufen wir als Anti-Atom Bündnis Erfurt zur Tschernobyl-Mahnmache am 28.04. um 18 Uhr auf dem Anger auf. Gemeinsam müssen wir klar machen: Nur das Risiko ist sicher!

Denn während Deutschland durch massiven zivilgesellschaftlichen Druck den Atom-Ausstieg beschlossen hat, ist weltweit keine baldige Abkehr von der Atomkraft in Sicht. Neben autoritären Regimen setzen auch innerhalb der Europäischen Union Staaten weiter auf Atomkraft und ziehen wie z.B. Frankreich neue Atommeiler hoch. Damit wird nicht nur immer weiter massig Atommüll produziert, für den bis heute keine Lösung gefunden ist, auch steigt das Nukleare Risiko ständig an. Dabei ist klar, dass Strahlung nicht an Staatsgrenzen halt macht und ein Super-GAU ganz Europa betreffen würde!
Gefördert wird die Atomindustrie maßgeblich durch die Europäische Atomgemeinschaft (EAG), in der auch Deutschland Mitglied ist. Hier muss die Bundesregierung endlich ihr politisches Gewicht nutzen und den Prozess zur Auflösung der EAG anstoßen. Wenn das nicht klappt ist ein Ausstieg absolut möglich: Die EAG existiert unabhängig von der Europäischen Union.

Dazu Yasemin Noyan, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Erfurt: „Es ist wichtig, an die vielen Opfer der Atomkraft zu erinnern. Gleichzeitig müssen wir aus der Vergangenheit lernen und den weltweiten Atomausstieg vorantreiben. Hier muss Deutschland sein politisches Gewicht nutzen, um für die Auflösung der Europäischen Atomgemeinschaft zu streiten!“
„Wir finden es unverständlich, dass die Bundesregierung deutsche Exporte von Brennelementen an den belgischen Schrottmeiler Tihange genehmigt. Hier muss jede Möglichkeit ergriffen werden, um Sicherheit zu gewährleisten, statt das nukleare Risiko zu erhöhen!“ macht Robert Berdnarsky, Vorsitzender des BUND Erfurt, klar.
Wolfgang Müßigmann von der Offenen Arbeit ergänzt abschließend: „Bei aktuellen politischen Debatten vergessen wir schnell die Dringlichkeit des nuklearen Problems. Während sich immer mehr Atommüll anhäuft, machen ständige Zwischenfälle in vielen europäischen AKWs die gefährliche Lage deutlich. Wir dürfen nicht vergessen: Nur das Risiko ist sicher!“

Bericht über unseren Flussputz am 18.03.2017

Am Samstag, den 18.03.2017 riefen wir als GRÜNE JUGEND Erfurt in Kooperation mit „Louise genießt“, NaturFreunde Erfurt e.V. und Naturfreundejugend Thüringen zum Flussputz am Gera-Flutgraben auf.

Dazu Yasemin Noyan, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Erfurt: „Obwohl es ordentlich geregnet hat kamen 30 motivierte Menschen zur Putz-Aktion. Gemeinsam konnten wir die Ufer des Gera-Flutgrabens entlang des Schmidtstedter Ufers von viel Müll befreien und unseren Container bis zum Anschlag füllen.“

Noyan weiter: „Die gesammelten Mengen an Müll haben uns deutlich gezeigt, wie nötig so ein Flussputz ist. Wir fanden besonders viel Plastik-Müll und Maschendraht, welcher für Tiere gefährlich sein kann. Etwas kuriosere Dinge haben die Fliegenfischer vom „Abendsprung“-Verein direkt aus dem Fluss geholt, darunter ein ganzes Fahrrad und eine Stehlampe.“

„Neben praktischem Umweltschutz wollen wir mit dieser Aktion die Bevölkerung darauf aufmerksam machen, dass die Grünflächen und Gewässer Erfurts keine Müllhalden sind. Wir danken Allen, die an der Flussputz-Aktion teilgenommen haben für ihr tolles Engagement!“ schließt Noyan ab.

Außerdem weisen wir an dieser Stelle auf das Sea Shepherd Beach Cleanup Erfurt am Sonntag, den 09.04.2017 um 10 Uhr hin. Der Ort wird demnächst in einer entsprechenden Facebook-Veranstaltung von Sea Shepherd Deutschland bekannt gegeben.

Voller Container am Ende des Tages

Teilnehmerin im Einsatz

Gruppenfoto zu Beginn

Zufriedener Vorstand nach Feierabend

Kontrollgang, prüfender Blick, ob auch nichts vergessen wurde 😉

 

Aufruf für den diesjährigen Flussputz in Erfurt am Samstag, den 18.03.2017

Auch in diesem Jahr wollen wir in Zusammenarbeit mit Naturfreundejugend und Louise genießt – Unverpackte Lebensart die Ufer der Gera wieder vom Müll, der sich dort im Laufe des Winters angesamelt hat befreien. Neben praktischem Umweltschutz setzen wir auch ein politisches Statement und möchten alle Menschen in Erfurt darauf aufmerksam machen, dass die Grünflächen und Gewässer Erfurts keine Müllflächen sind!

Dieses Jahr haben wir uns den Gera-Flutgraben auf Höhe des Schmidtstedter-Knoten, für viele auch bekannt als Veranstaltungsort „Strandgut“ rausgesucht. Wir freuen uns über jede Unterstützung von jung bis alt und klein bis groß!
Für ein Container und genügend Müllbeutel ist gesorgt, wetterfeste Kleidung und Handschuhe sind zu empfehlen!

WIr freuen uns auf euch!

Bericht „Zero-Waste-Workshop“ bei „Louise genießt – Unverpackte Lebensart“

Am Montag, dem 06.03.2017, war die Grüne Jugend Erfurt zu Gast bei „Louise genießt – Unverpackte Lebensart“, dem ersten Unverpackt-Laden in Thüringen. Besitzerin Claudia Schmeißer veranstaltete einen Zero-Waste-Workshop.

Nach einer Vorstellungsrunde, in der jeder seine eigenen Erfahrungen und seinen Wissensstand zu der Thematik „Zero-Waste“ preisgeben konnte, begann der Workshop mit einem kurzen theoretischen Input. Zu Beginn durften wir an einem Quiz teilnehmen und so unser Wissen überprüfen. Fragen wie zum Beispiel „Wie lange dauert der Abbau einer Plastikflasche im Meer?“ (Antwort: 450 (!) Jahre) oder „Wieviel Kilo werden an Lebensmittel pro Kopf im Jahr einfach weggeschmissen?“ (Antwort: 80 kg (zwei volle Einkaufswagen), wovon circa 2/3 vermeidbar wären) waren Teil des Quiz.

„Zero-Waste“ ist ein offenes und dynamisches Thema und meint im allgemeinen den Verzicht auf Verpackungsmaterialien. Dabei steckt hinter dem Begriff eine eigene und achtsame Philosophie eines minimalistischen Lebensstils, bei dem man so natürlich wie möglich lebt. Neben dem Gesundheitsaspekt steht eine Verringerung des Konsums und damit eine Verbesserung der Ökobilanz im Mittelpunkt. Zu beachten sind die fünf Grundprinzipien, die fünf R’s (Refuse, Reduce, Reuse, Recycle, Rot).

Für eine erfolgreiche Umsetzung sei „die richtige Vorbereitung die halbe Miete“. Um den Lebensstil in den Alltag zu integrieren, ist es nötig Einkäufe und Erledigungen bereits im Voraus ausreichend zu planen. Beispielsweise ist es für den Transport der Einkäufe nötig, die richtigen Gefäße (Gläser oder Stoffbeutel) bei der Hand zu haben. Selbstdisziplin ist bei der Vermeidung von Impulseinkäufen gefordert. Hierbei erstandene Lebensmittel werden oftmals nicht verzehrt und landen letztendlich im Müll. Auch im Alltag sollte man eher auf Mehrwegbecher für Kaffee und Tee und Mehrwegflaschen für Wasser setzen. Viele Cafés sind bereits darauf eingestellt und füllen einem gerne die Getränke in die mitgebrachten Becher ab. Beim Kauf von Kleidung oder elektronischen Geräten empfiehlt sich Secondhand als Zero-Waste-Alternative. Mittlerweile gibt es zahlreiche Plattformen im Internet, auf denen man sicher und einfach Dinge kaufen und verkaufen kann. Durch die Ausnutzung der maximalen Nutzungsdauer von Gebrauchsgütern lässt sich so viel Geld sparen.

Im Anschluss an den Vortrag konnten wir dann selbst aktiv werden. Dabei standen uns drei Stationen mit netten Helfer*innen zur Auswahl. An der ersten Station konnten wir Kosmetikprodukte wie Mundspülung, Körperpeeling oder Trockenshampoo herstellen. Haushaltsprodukte, wie selbstgefaltete Biomülltüten aus Zeitungspapier oder Allzweckreiniger, standen bei Station Nummer Zwei im Mittelpunkt. An der dritten Station konnte man seine Kochkünste unter Beweis stellen und ein Gericht aus Nudeln und Pesto zaubern.

Es war ein sehr informativer und interaktiver Abend, der einem neue Möglichkeiten und Denkanstöße mit auf den Weg gegeben hat. Jedoch sollte man sich vergegenwärtigen, dass eine Umstellung auf „Zero-Waste“ nicht von jetzt auf gleich erfolgen kann. Vielmehr ist es ein Prozess bei dem jeder seinen persönlichen Weg finden muss. Doch jeder kleine Schritt auf diesem Weg ist einer in die richtige Richtung.