Für ein Recht auf Wohung!

Wir fordern: Eine 6 monatige Kündigunsfrist bei Kündigung nach Mieterhöhung!

Oft führen Mieterhöhungen zu einer enormen Mehrbelastung der Mieter. Insbesondere Familien, Studierende, Azubis, FSJler, Schüler*innen, soziale Schwache haben selbst mit vermeintlich geringen Erhöhungen zu kämpfen. Nicht selten werden auch bewusst Mieterhöhungen genutzt um Mieter zu vertreiben. Möglich wird das durch einen angespannten Wohnungsmarkt in Ballungsräumen. Der Staat hat verpasst seine Mittel zu nutzen um billigen Wohnraum zu schaffen und Außenbezirke attraktiv zu halten. In diesem Vakuum nutzen Vermieter*innen und insbesondere Investor*innen die Chance Profit zu generieren. Die daraus resultierende Verdrängung von Menschen die sich ihre Wohnung nicht mehr leisten können, schafft tragische Schicksale wie: Zerrissene Familien und Obdachlosigkeit. Auch sind soziale Abwertung, Minderung von Lebensqualität und Versorgung mögliche Folgen. Es ist nicht Akzeptabel das Menschen ihr gewohntes Umfeld verlassen müssen weil die Mieten aus Profitinteressen unverhältnismäßig steigen. Daher fordern daher die Hemmschwelle zu erhöhen und Betroffenen eine längerfristige Möglichkeit zu schaffen auf die Mieterhöhung zu reagieren, Lösungen und Unterstützung zu finden!

Beitragsreihe zur Wohnraumkampagne

In einer kleinen Beitragsreihe wollen wir neue Aspekte und unsere Forderungen zum Wohnen in Erfurt präsentieren:

Hier unsere Nummer 1! Nehmt euch die 2 Minuten für einen gut recherchierten Beitag zu der Situation von Azubis, Schüler*innen, FSJlern im Vergleich zu Studierenden:

Wer zum Studieren nach Erfurt zieht, muss erst einmal nach einer Wohnung suchen, die vom BAföG bezahlt werden kann. Meist lassen hier in Erfurt noch erschwingliche Angebote mit einer mehr oder weniger guten Lage finden. Eine Alternative bieten Studierendenwohnheime. Kürzlich erst nahm unser Sprecher Jasper Robeck an der Besichtigung einer ehemaligen Zahnklinik teil, die in ein Studierendenwohnheim umgebaut werden soll. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, um bezahlbaren Wohnraum für junge Menschen bereitzustellen. Wer dabei aber oft hinten runter fällt: Azubis, Schüler*innen und FSJler*innen. Ausbildungsvergütung und Schüler*innen-BAföG betragen oft weniger als das BAföG für Studierende. Für eine eigene Wohnung oder ein WG-Zimmer reicht das meist nicht. In Erfurt gibt es ein Internat für Auszubildende, es gehört zur Sebastian-Lucius-Schule. Dadurch haben zwar auch Azubis die Möglichkeit, z.B. ein Einzelzimmer für knapp 200€ monatlich zu mieten. Doch vom Anger bis zum Internat in Gispersleben benötigt man mit dem ÖPNV fast eine halbe Stunde, zu Fuß sogar über eine Stunde. Durch diese Lage am Stadtrand werden v.a. Azubis nicht richtig in das öffentlich Leben in Erfurt eingebunden. Deshalb fordern wir: Mehr Wohnheime für Azubis, und vor allem mehr günstigen Wohnraum in Innenstadt-Nähe! 🏢

GRÜNE JUGEND STARTET KAMPANGE FÜR BEZAHLBAREN WOHNRAUM

Pressemitteilung | Erfurt, 30.August.18

Diesen Mittwoch, den 29.8., startete die GRÜNE JUGEND Erfurt in die Kampagne: „Schluss mit steigenden Mieten – bezahlbar und angstfrei Wohnen“ um auf eine fehlgeleitete Mietraumpolitik aufmerksam zu machen. Mit einer Aktion am Ilversgehofener Platz, einem noch von jungen Menschen mit geprägtem Raum, warben die Aktivist*innen der GRÜNEN JUGEND Erfurt für Investition in sozialen Wohnungsbau und soziale Infrastruktur.

Dazu Jasper Robeck, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Erfurt: „Wer heute ein Zimmer oder eine Wohnung sucht denkt erst mal, dass der Markt in Erfurt entspannt ist. Das ist eine Illusion, denn die Preise steigen unermüdlich und an vielen Stellen wird luxussaniert, wie bei dem TA Hochhaus in der Innenstadt. Die Investor*innen haben Erfurt entdeckt, an vielen Orten werden Projekte angeschoben und das führt zu Verdrängung. Die GRÜNE JUGEND Erfurt steht an der Seite der vielen Erfurter*innen die das ablehnen. Mit der Verdrängung wird auch das Grundrecht auf Teilhabe am gesellschaftlichen Leben gefährdet. Deshalb wollen wir sozialen Wohnungsbau und gute Anbindung aller durch stärkeren und ticketlosen ÖPNV.“

Laura Wahl, Landessprecherin der GRÜNEN JUGEND Thüringen ergänzt: „Die Gespräche mit Passant*innen haben noch mal klar gemacht, wie ernst die Situation im Moment ist. Eine junge Mutter muss zum Ende des Monats ihre Wohnung am roten Berg verlassen, weil die Miete nach einer Sanierung um 78€ (!) erhöht wurde und sie sich das als alleinerziehende Mutter nicht leisten kann. Die beiden sind akut von Obdachlosigkeit bedroht, weil sie keine günstige Wohnung in Erfurt finden. Das darf in einem reichen Land wie Deutschland nicht passieren! Viele Passant*innen, die am roten Berg wohnen, haben ähnliche Geschichten erzählt. Die Mieten steigen stetig und wer Hilfe braucht, muss sich durch einen Dschungel der Ämter kämpfen. Die Kommunalpolitik muss hier dringend handeln! Wir fordern, dass niemand aus seiner Wohnung geworfen darf, wenn die Alternative nur die Straße ist“

Gegen das Vergessen!

Heute vor 43 Jahren spitzte sich die Situation zu: Auf dem Erfurter Anger versammelten sich 300 Personen zu einem rassistischen Mob, die mit Rufen wie „Aufhängen!“ ihr Ziel deutlich machten. Die algerischen Vertragsarbeiter suchten dabei Zuflucht in der Hauptpost und konnten nur durch das Einschreiten der Volkspolizei vor Schlimmeren bewahrt werden. Diese pogromartigen Ausschreitungen sind heute vergessen, weil die DDR-Behörden die Ereignisse vertuschten und auch nach der Wende nie wirkliche Aufarbeitung stattfand. Wir finden: Das Vergessen muss ein Ende haben – die Auseinandersetzung mit den dunklen Teilen unserer Stadtgeschichte ist notwendiger denn je!

Mehr Infos zum Thema findet ihr im Wikipedia-Artikel dazu, der vor wenigen Monaten erstellt wurde: https://de.wikipedia.org/wiki/Erfurter_Pogrome_1975

Plastic Attack in einem Erfurter Supermarkt

 

Am Freitag, den 8.6., führte die GRÜNE JUGEND Erfurt eine „Plastic Attack“ vor einem Erfurter Supermarkt durch. Daran beteiligt waren zahlreiche Aktivist*innen, unter Einbindung vieler einkaufender Personen. In dem inzwischen weltweit bekannten Format, packten die Teilnehmer*innen die Lebensmittel direkt nach dem Einkauf aus und sammelten den gesamten anfallenden Plastikmüll in einem Einkaufswagen. Die Aktion zielt darauf ab, den Verbraucher*innen und dem Lebensmitteleinzelhandel, die Masse der überflüssigen Plastikverpackungen zu verdeutlichen und sie verstärkt für das Thema zu sensibilisieren. Alleine im Juni finden in Europa und weltweit mehr als 60 solcher Flashmobs in Supermärkten statt. Die Wahl des Erfurter Supermarkts erfolgte rein zufällig, da sich die Aktion ausschließlich gegen die Umweltproblematik durch den Verpackungsmüll richtet.
Dazu Jasper Robeck, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Erfurt: „ Statt mit dem Plastikwahnsinn fortzufahren, der unseren Lebensraum zerstört, ist es an der Zeit sämtlichen überflüssigen Plastik aus unseren Supermarktregalen zu werfen. Niemand braucht Plastikverpackungen um Gemüse. Eine europaweite Plastiksteuer wäre ein erster Schritt das Problem zu lösen!“
Aus Sicht der GRÜNEN JUGEND, ist zudem die Umweltverschmutzung durch Plastik im Allgemeinen höchst bedenklich und veränderungsbedürftig: „In allen Bereichen verursacht unsere Gesellschaft überflüssigen Müll. So werden, trotz Alternativen, stündlich ca. 320.000 Einwegkaffeebecher weggeworfen. Auch durch Unmengen an Mikroplastik in Zahnpasta und Duschgels, belasten wir Mensch und Natur in unvorstellbarer Weise. Das ist untragbar!“ stellt Svenja Jacobs, (Organisatorin und) Beisitzerin im Vorstand der GRÜNEN JUGEND Erfurt, in diesem Zusammenhang klar.